Eisele für Max und Moritz

Die Wahl zum Max und Moritz-Publikumspreis vom diesjährigen Comic-Salon Erlangen ist in vollem Gange. Das Prozedere bleibt etwas nebulös, aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt wurscht. Wichtig ist nur: Irgendjemand hat unseren KOMMISSAR EISELE nominiert und er ist irgendwie in die nächste Runde gekommen! Eiseles geistiger Vater Martin Frei gibt folgendes Statement dazu ab: „Der Max und Moritz-Publikumspreis geht in die zweite Runde: und mein Kommissar Eisele Kripo Stuttgart (seit ein paar Monaten ist die farbige Neuedition im Handel) ist unter den letzten 15 in der Kategorie Alben und Graphic Novels! Hier kannst Du für den Kommissar stimmen, wenn Du magst.“ Martin ist ein bescheidener, zurückhaltender Mensch, so kennen wir ihn. Für Zurückhaltung sind wie hier im Gringo-Logbuch hingegen eher nicht bekannt, und deswegen möchten wir den „wenn du magst“-Teil aus unserem Wahlaufruf streichen.

Wählt für Eisele! Wählt unbedingt! Wählt was das Zeug hält! Ihr braucht euch nicht mal zu registrieren! Theoretisch könntet ihr sogar mehrmals wählen, einmal vom Smartphone, einmal vom Laptop, einmal vom Arbeitsrechner! Tut das nicht, das wäre gegen die Regeln und absolut unethisch, aber wenn ihr es tun solltet, könnte euch das niemand (außer der NSA) jemals nachweisen! Von uns habt ihr das nicht! Egal wie, wählt, und wählt unbedingt das richtige:

Wählt Eisele!

Hartmut nominiert!

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Das neueste Abenteuer von unserem Lieblingsstrichmännchen, DER HARTMUT EROHBERT AMEHRICKA, ist von der Jury des Leibziger Comicgartens für den Goldenen Gartenzwerg nominiert worden! Natürlich mehr als zurecht, wie wir finden!

In der sehr schön zu lesenden Begründung schreibt Stephan Pannor unter anderem: „Die Hefte und Büchlein vom Hartmut sind Musterbeispiele von Nonsens und absurdem Humor.“ Und weiter: „Es gibt in Deutschland zu wenige Nonsens-Comics, und selbst wenn es mehr davon gäbe, wäre der Hartmut einer der besten davon.“ Wo er Recht hat, hat er Recht! Den ganze Nominierungstext könnt ihr auf der Website vom Comicgarten Leipzig, der übrigens dieses Jahr am 03. September stattfindet, lesen:

Nominierung für Haggis Der Hartmut erohbert Amehricka

UPDATE 27.07: Die Abstimmung läuft! Nominiert wird von der Jury, über den Sieger des Goldenen Gartenzwergs stimmt das Puplikum ab. Wir wollen euch natürlich nicht vorschreiben, für wen Ihr abzustimmen habt. Aber stimmt für den Hartmut! Hartmut for Gartenzwerg!

Abstimmung zum Goldenen Gartenzwerg 2016

Die Tagesspiegel-Bestenliste

Zum Jahresende ist traditionell die Zeit, um zurückzuschauen. Die größten Momente, die besten Filme, die beste Musik, … Auch die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel, die ja inzwischen dank Lars von Törne ein unverzichtbares Medium für Comic-Berichterstattung geworden ist, beteiligt sich mit einer Bestenliste: Die besten Comics des Jahres. Jedes Mitglied der Expertenjury nennt seine Favoriten, und aus den vergebenen Punkten werden die Gewinner errechnet. Die Gesamtsieger wurden heute bekanntgegeben; so weit, so üblich. Was die Tagesspiegel-Aktion jedoch besonders macht, ist eine zusätzliche Leserbeteiligung: Die Leser der Hauptstadtzeitung sind ebenfalls aufgerufen, ihre Favoriten zu nennen. Sofern die Begründung lesenswert und originell ist, wird sie auf den Tagesspiegel-Seiten veröffentlicht. Dabei geht es nicht um Quantität, sondern um Qualität: Auch eine nur einmal geäußerte Einzelmeinung kann, wenn sie gut und plausibel formuliert ist, veröffentlicht werden. Ein basisdemokratischer, geradezu anarchistischer Gegenpol zu den Expertenmeinungen und einmalig unter gängigen Preisverleihungen.

Bei so einer Aktion der Hauptstadtzeitung lässt sich die Berliner Sobottke-Army natürlich nicht zweimal bitten, und so ist KEINER KILLT SO SCHÖN WIE ROCCO von Gringo-Zeichner Bela Sobottke gleich drei mal vertreten. Wortgewaltig und humorvoll beschreiben die Teilnehmer ihren Lieblingscomic. Einer empfiehlt ROCCO als „ein munteres Werk, mit dem man in ein gewohnt detailgetreues, subdimensionales Berlin verduftet.“ und schlägt „nach der Vielzahl an Comics mit treuem Bezug zu unserer Hauptstadt (…) den Autor auch aus Dank für seine aktive Teilhabe an original Berliner Kulturgut vor“. Ein anderer lobt die „abstruse Geschichte mit coolen Charakteren und sehr liebevoll detaillierten Zeichnungen“ und bemerkt, dass es noch „bunter, wilder und anarchischer“ zugeht als in den Vorgängercomics. Einen dritten Leser überzeugte ROCCO „mit seiner Optik, seinem Witz, seiner Intelligenz, seiner Subtilität und (…) einer Prise gutem Trash“ woraufhin er das Fazit zieht: „Keiner überzeugt so schön wie Sobottke.“ Wow. Wir danken unseren Berliner Lesern, die sich hier als formulierfreudige Speerspitze der Gringo-Gemeinde empfohlen haben!

Porneaux preisgekrönt

Wie im Logbuch berichtet, hat sich Gringo-Zeichner Christian Zanotelli am Mai-Wettbewerb von myComics.de mit dem ersten Track seines zweiten Porneaux-Comics beteiligt. DAS BLUTROTE VINYL schoss dabei gleich zu Beginn auf Platz 1, und ist dort bis zum Ende des Wettbewerbs auch geblieben. Herzlichen Glückwunsch!

Nun ist auf myComics.de ein dazu passendes Interview mit Zano online gegangen. Darin gibt er Auskunft zur Entstehung von Porneaux, den Vor- und Nachteilen von Online- und Print-Comics und seiner Arbeitsweise. Die schönste Antwort gibt Zano auf die Frage, welches der erste Comic seines Lebens war: „Das muss etwas von Lucky Luke, Tim & Struppi, Zorro oder Robocop gewesen sein.“ Was für eine Kombination! Das ganze Interview gibt es hier:

Zano-Interview bei myComics.de

Fröhliche Nominierung

KOMMISSAR FRÖHLICH 1: DIE MYSTERY-FÄLLE wurde von den Veranstaltern vom Comicgarten Leipzig für den Goldenen Comicgartenzwerg 2013 nominiert. In der Nominierungsbegründung heisst es: „Fröhlich hat so GAR nichts an sich, was ihn sympathisch machen könnte, er raucht Kette, nimmt dabei selbst vor Kindern oder Asthmatikern keine Rücksicht, ernährt sich von Tiefkühlkost oder an Imbissbuden und ist beständig am Lamentieren über seine Exfrauen. Klar, kauzige, mürrische oder exzentrische Kommissare kennt man in der Literatur zuhauf. Meist umschwebt diese aber auch ein Hauch von Anziehungskraft, Genialität oder Charme. Stephan Hagenow ist in dieser Hinsicht konsequenter. Fröhlich geht eigentlich GAR nicht. Seine Fälle werden gelöst, ja, doch, meist jedoch sogar ohne sein Zutun, allenfalls ist es sein „Sidekick“ Tumba, der tatenreich einspringt. Vielleicht ist es gerade DAS, was das Lesevergnügen von „Kommissar Fröhlich“ ausmacht. Dass man eben auch als ein „Typ“ wie dieser Erfolg haben kann…“

Wir drücken dem zynischen Kommissar alle Daumen, zumal die stilvolle Trophäe in Form eines goldenen Gartenzwerges wirklich herrlich aussieht und sich bestimmt gut in Stephans Vitrine (respektive Vorgarten) machen würde…

Unsere Preisbullen

Abb.: Geier, Holger, Urkunde

Im jüngst erschienenen Comic! Jahrbuch 2013, in dem das Interview mit Holger Bommer bereits 10 Seiten einnimmt, gibt es noch einen weiteren gringorelevanten Text. Nämlich die Begründung für die Vergabe der Lobenden Erwähnung beim ICOM-Preis an TUMBA in diesem Sommer.  Eine schöne Gelegenheit, nochmal auf den preiswürdigen Comic aus dem Hause Gringo hinzuweisen. Laudator Gerhard Schlegel (Laska) lobt: „Tumba ist ein Comic, in dem zwei absolute Comic-Profis, Stephan Hagenow und Geier, alle Register ziehen.“ Stimmt.

Oben abgebildet ist das historische Foto, das den Geier und Verleger Holger Bommer mit der frisch erhaltenen Urkunde am Rande der ICOM Preisverleihung beim Comic Salon Erlangen 2012 zeigt und sofort nach der Aufnahme digital an den nicht anwesenden Stephan Hagenow übermittelt wurde.