Neues vom Zebra XXXIX

Der Zebra-Newsletter vom Jahresbeginn ist da – zuverlässig wie ein Uhrwerk! Den Anfang macht wie immer der Zebra-Comicmessenbericht, diesmal von der Frankfurter Buchmesse und der Spielemesse Essen. Beide zeichneten sich leider durch ein Schrumpfen bzw. Wegfallen des Comicbereichs aus. Gähnende Leere in Sachen Comic – siehe Abbildung oben. Weiter geht’s mit einer kurzen Biografie von Zebra– und Gringo-Zeichner Rudolph Perez, der jüngst vom Comic-Sekundärmagazin Alfonz zu den „wichtigen Comicschaffenden“ dieser Republik gezählt wurde. Es folgen Berichte über Werner Berres, der seinen Nebenjob als Lektor vom ICOM Comic-Jahrbuch hinschmiss, und über die Zweitverwertung eines betagten Zebra-Comics. Außerdem gibt’s Neuigkeiten aus China.

Abgerundet wird der neue Newsletter durch ein paar feine Cartoons, die von der Zebra-Crew bei Wettbewerben eingereicht wurden, aber leider nicht prämiert wurden. Wer braucht schon Preise, wenn es Zebra-Fame gibt? Doch lest selbst:

Zebra-Newsletter 39

Das war 2019

Im Jahr 2019 sind bei uns fünf Comics erschienen. Stephan Hagenow gab Gas und zeichnete zwei neue Fälle mit seinem knurrigen Kommissar, und zwar KOMMISSAR FRÖHLICH 13: DER MONTAGSMANN und KOMMISSAR FRÖHLICH 14: SCHWARZES SCHAF. Holger Bommer veröffentlichte mit KURT 4: AHA einen neuen Sammelband mit KURT-Strips. Die weiteren Neuerscheinungen standen im Zeichen des Pinguins: Thomas Baehr legte mit POL 2: WIR SIND ALLE NICHT GLEICH nach und Geier brachte die Strip-Sammlung EISZEIT.

Außerdem erschienen 3 kostenlose GRINGO MAGs und hier im Logbuch diverse Online-Comics: Monatlich erschien ein neues Abenteuer von COMMANDER CORK, wobei es erst weitere Urlaubserlebnisse waren und Corki dann im Sommer endlich aus dem virtuellen Urlaub zurückkehrte. Ebenfalls monatlich erschien ein neuer HARTMUT-Comic vom Haggi. DER HARTMUT erlebte zuletzt Klassiker des Kinos auf seine ganz eigene Art. Und schließlich erschien wöchentlich ein KURT-Strip von Holger Bommer, der dieses Jahr besonders fleißig war: Im Mai verdoppelte er den Umfang seiner Strips, um genügend Raum für KURTs Abenteuer in Pingonesien zu haben.

Aber unsere Gringo-Zeichner sind nicht nur innerhalb der Verlagshallen fleißig. Auch da draußen in der weiten Welt veröffentlichen sie immer wieder comicrelevantes. Ein paar Beispiele: Gringo-Autor Bernd Frenz schrieb den Fantasy-Roman DIE MACHT DER ELFEN; dieser zweite Teil seiner VÖLKERKRIEGE-Trilogie erschien wie bereits das erste Buch bei Fischer Tor. Außerdem schrieb er Artikel auf Tor-Online über Pierre Christin und Nick der tapfere Raumpilot. Geier zeichnete zwei neue Ausgaben seiner tollen Heftreihe BILDERGESCHICHTEN FÜR DIE REIFE JUGEND, und zwar Heft 5 und Heft 6. Außerdem hat er mit Bernd Frenz als Texter die Serie ALPHA MODS für das Kinder-Magazin Five! gezeichnet und den Dreiseiter STAR RAIDERS RAID OF DOOM für das neue Anthologiealbum COZMIC. Bela Sobottke zeichnete für ebenjenes COZMIC einen zehnseitigen Beitrag mit dem Titel BLUTMOND 3000, einen ROCCO-Einseiter namens OLD MAN ROCCO IM ZEICHEN DES Z für U-Comix 198 und schrieb drei Comic-Artikel für den Tagesspiegel: über Hit Girl in Kanada und Zeichner Eduardo Risso, über die Lucky Luke Hommage von Mawil und über Meckis 70sten Geburtstag und Altmeister Hansi Kiefersauer. Zano zeichnete für die oben erwähnte U-Comix-Ausgabe die feine Kurzgeschichte PENG! PENG! GEHT DER WECKER! um Zorro und einen Fuchs. Rudolph Perez veröffentlichte zwei ZEBRA-Sonderbände: Das Sekundärwerk ZEHN JAHRES-INDEX DER SPRECHBLASE 2008 BIS 2018 und den Comic EVENTS – MARKANTE EREIGNISSE VOM URKNALL BIS ZUM WELTUNTERGANG. Wenn das nicht fleißige Zeichnerlein sind…

Wir wünschen euch einen guten Rutsch in’s neue Jahr und melden uns wieder mit vielen spannenden Comics und Projekten in 2020!

Neues vom Zebra XXXVIII

Immer, wenn die Hitze des Sommers so richtig erbarmungslos zuschlägt, erwartet man ihn sehnsüchtig. Nein, die Rede ist hier nicht von einem großen Eisbecher. Sondern vom zweiten ZEBRA-Newsletter des Jahres! Und da ist er auch schon: Ausgabe 38 ist jüngst bei Splashcomics online gegangen.

Darin wird ausführlich von den Abenteuern der ZEBRA-Crew beim Comicfestival München und der Kölner Comic-Messe berichtet. Besonders hervorzuheben aus Gringo-Sicht ist die herzerwärmende Gratulation des Zebras an unseren Hartmut bzw. seinen Zeichner Haggi für den in München erhaltenen ICOM-Preis für eine besondere Comic-Publikation (siehe oben). Und das beschriebene Treffen mit unserem Gringo-Verbündeten Peter Schaaf in Köln, der nach sechs Jahren Abwesenheit wieder zurückkehren möchte in den Schoß der Comic-Szene. Wir freuen uns!

Weiter geht es mit News um die jüngsten ZEBRA-Neuerscheinungen wie den ZEHN-JAHRES-INDEX DER SPRECHBLASE und den ZEBRA-Sonderband EVENTS – MARKANTE EREIGNISSE VOM URKNALL BIS ZUM WELTUNTERGANG MIT SONDERTEIL COMIC-VERANSTALTUNGEN. Über ersteren berichteten wir bereits an dieser Stelle, über zweiteren wird es demnächst eine entsprechende Würdigung hier im Logbuch geben. Alles in allem ist dieser Newsletter wieder ein vergnüglicher Ritt durch die erste Hälfte des Comicjahres 2019. Reinlesen!

Zebra Newsletter 38

Das war das Comicfestival München 2019

-Eine Gringospektive-

Nun ist es schon wieder vorbei, das Comicfestival München 2019. Unser Resümee ist: Hat gepasst! Klar gibt es hier und da noch das ein oder andere zu verbessern, aber perfekt ist es ja nie.

Wir hatten einen guten Stand, sogar mit Rückwand und zudem mehr als ausreichend vom Platz: Größer als der von Panini! Okay, Reprodukt, Salleck und ein paar andere hatten auch einen größeren Stand, aber wer schaut schon so genau…

Im ersten Stock war Gringo Comics als „Größter unter den Kleinen“ angesiedelt und dort gab es einiges zu entdecken abseits der sogenannten großen Verlage. Wer hier genau hinschaute, konnte echte Perlen heben, die sonst kaum zu finden sind. So war zum Beispiel Willi Blöß mit vielen neuen Comicbiographien dabei und Oliver Kammel hat mittlerweile mit seinem Egoverlag OK Comics vier (!) Serien am Start… wie er die wohl alle zeichnet – und noch interessanter: Wann schläft der Mann eigentlich?

Bei uns am Stand war es entspannter, waren wir doch zu viert. Am weitesten hatte es Thomas Baehr, der extra aus Brooklyn angereist war, um seinen zweiten POL Band signieren zu können. Martin Frei signierte – klar – den KOMMISSAR EISELE, Rudolph Perez hatte wieder eine neue ZEBRA-Eigenproduktion dabei, die es nur bei uns gab, und Holger Bommer hatte mit KURT 4 den neuesten Band des sympathischen Versagers im Gepäck.

Martin Frei war auch noch in der LDH-Ausstellung vertreten, die sehr interessant anzuschauen war. Harald Havas bemühte sich redlich, noch die passenden und perfekten Beschriftungen der einzelnen Rahmen zu ergänzen, was sich als nicht ganz leicht erwies. Doch am dritten Tag konnte man einen glücklichen Harald sehen, Misison gelungen.

Bei der ICOM Independent-Preisverleihung gab es diesmal eine Überraschung: DER HARTMUT hat den Sonderreis für eine bemerkenswerte Publikation gewonnen. Umso erstaunlicher, da DER HARTMUT nun schon seit 25 Jahren sein orthografisches Unwesen treibt und bei uns bereits 11 reguläre sowie 2 Sammelbände erschienen sind. Der Preisgewinn beweist, dass auch hochdetailliert gezeichnete Comics noch Gewinnchancen haben!

So gingen die Tage rum, viele bekannte aber auch unbekannte Leser kamen vorbei. Einige kannten uns gar nicht und kauften trotzdem einen Comic. Vor allem Krimifans waren von den letzten KOMMISSAR FRÖHLICH-Bänden angetan, während die Fans der Zeitungsstrips sich an POL, EISZEIT und KURT erfreuten.

Sonntag war’s dann schon wieder rum, nicht aber ohne hinterher zu rufen: München, wir kommen wieder! Außerdem wird das Festival wohl noch Nachwirkungen haben: Bald können wir voraussichtlich zwei neue Zeichner bei uns begrüßen, die sehr bekannt sind und sicherlich gut die Nachwuchsstellen bei uns ausfüllen werden. Doch dazu später mehr!

Neues vom Zebra XXXVII

Ein neues Jahr startet, ein neuer Zebra-Newsletter kommt! In dieser 37sten Ausgabe wird die existenzielle Frage gestellt, „warum man dauernd auf Messen fährt, seine gesammelten Veröffentlichungen mitschleppt und Verkehrschaos, Verpflegungsdefizite und merkantile Enttäuschungen in Kauf nimmt.“ Die Antwort folgt in den wie immer höchst unterhaltsamen Berichten zu den Comic-Messen des letzten halben Jahres, das waren die Frankfurter Buchmesse und die Kölner Comic-Messe. Auf diese liebgewonnenen, blumigen Beschreibungen des Messe-Wahnsinns wollen wir nicht mehr verzichten, und hoffen daher inständig, dass unser geschätzter Gringo-Kollege und Zebra-Mastermind Rudolph Perez nie seinen Messe-Enthusiasmus verlieren möge.

Weitere Themen sind die Neuauflage von ALS ICH NICHT GEFUNDEN HAB, WAS ICH SUCHTE, HABE ICH DIESEN BAND GEKAUFT, der interaktive Theater-Ratekrimi MOZARTS MÖRDERFLÖTE von Zebra-Mitglied Georg K. Berres, Statistiken zur Online-Reichweite von Zebra und dreiste Fake News in Doku-Comics. Eine Vorschau auf einen mysteriösen neuen Zebra-Sonderband rundet den wie immer bei Splashpages online gegangenen Newsletter ab. Doch lest selbst:

Zebra Newsletter 37

Das war 2018

Im Jahr 2018 haben wir 7 hochkarätige Comics veröffentlicht. KOMMISSAR FRÖHLICH löste seinen zwölften Fall, ALLEIN. Stephan Hagenows nächster FRÖHLICH-Band steht bereits in den Startlöchern und wird dieser Tage herauskommen. Holger Hofmann brachte den zweiten Band von seinen zuckersüßen BÄR ❤ KATZE, es ging BÄRGAB. Bei Kurt ging’s hingegen bergauf; Holger Bommer steuerte bereits den dritten Band bei mit dem lyrischsten Titel dieses Gringo-Jahrgangs: FLAP. Sebastian Sommer beendete sein episches Mammutwerk BATTLE CARRIER YUMA 5 mit der dritten Season. Haggi erfreute seine Fangemeinde mit klassischem (DI ALLERZWEITEN ABENTEUER FOM HARTMUT) und nagelneuem Hartmut-Material (DER HARTMUT KANN NICHZ DAFÜHR)! Und Bela Sobottke schließlich feuerte die KLEINE KRUDE ROCCO-FIBEL (BELAs BOOTLEGS & B-SIDES) raus, von der wir nach ein paar Wochen bereits die Zweitauflage drucken mussten.

Außerdem erschienen vier kostenlose Gringo Mags, und hier im Logbuch erschienen 52 KURT-Strips von Holger Bommer, 12 HARTMUT-Comics von Haggi und 12 Episoden mit COMANDER CORK von Rudolph Perez.

Auch außerhalb der Verlagsräume waren wir Gringos wie immer sehr fleißig. Ein paar Beispiele: Der Geier brachte drei Hefte seiner BILDERGESCHICHTEN FÜR DIE REIFE JUGEND heraus, Martin Frei zeichnete diverse Cover für STAR TREK-Romane bei Cross Cult, Stephan Hagenow veröffentlichte mit MORD IM MORGENGRAUEN bereits seinen zweiten Lernkrimi, Rudolph Perez brachte bei ZEBRA die zweite Auflage seines Comics ALS ICH NICHT GEFUNDEN HAB, WAS ICH SUCHTE, HABE ICH DIESEN BAND GEKAUFT heraus, und Bela Sobottke schrieb und illustrierte drei Comic-Artikel für den Tagesspiegel und machte eine Ausstellung bei der Berliner Synchron.

Mit dieser Billanz sind wir sehr zufrieden und feiern heute das zuendegehende Jahr entsprechend ausgelassen, bevor wir dann ab morgen anfangen, an unseren Comics für 2019 zu werkeln. Rutscht gut rein! Bis nächstes Jahr!

Neues vom Zebra XXXVI

Es ist heiß. Brütend heiß. Und doch scheut die Zebra-Crew keine Mühen, uns den neuen Zebra-Newsletter 36 zukommen zu lassen!

Zuerst wird das wichtigste Comic-Event im deutschsprachigen Raum, der Comic-Salon Erlangen rekapituliert. Blumig beschrieben werden Vorträge, Veranstaltungen, Signierstunden, Preise und natürlich  die dieses Jahr außergewöhnliche Unterbringung in Zelten: „Angesichts der Aufmerksamkeit, die der Unterbringung der Messe geschenkt worden war, vermisste man auf dem Salon selbst Führungen zu den Klimaanlagen und Stromgeneratoren, PowerPoint-Vorträge zum Versorgungs- und Sicherheitskonzept oder Workshops zum Überleben im bayrischen Hinterland.“

Im weiteren Verlauf des Newsletters geht es um die Comiciade Aachen („Wenn dem gestressten Comiczeichner beim Einlass zu einer Veranstaltung seine Erklärung „Ich bin Künstler“ mit einem fröhlichen „Herzlichen Glückwunsch“ quittiert wird, fühlt er sich gleich gut aufgehoben.“), um die Kölner Comic-Messe („Auch einige Schülerinnen und Schüler von Hogwarts hatten sich anscheinend aufgrund eines falschen Zauberspruchs auf die Comic-Messe verirrt.“) und den Fanclub von “ ZEBRA-Faktotum, Lagerist und Archivar“ W.P.Berres. Den ganzen höchst unterhaltsamen Newsletter gibt es wie immer bei Splashcomics:

Zebra Newsletter 36

Neues vom Zebra XXXV

Auf eins kann man sich beim Anbruch eines neuen Jahres verlassen: Ein neuer Zebra Newsletter lässt gewiss nicht lange auf sich warten. Da kann man die Uhr nach stellen. Gerade ist die neue Ausgabe mit der beeindruckenden Nummer 35 erschienen! Auch beeindruckend: Das ist der zehnte Zebra Newsletter, auf den wir hier im Gringo-Logbuch hinweisen. Vor fünf Jahren ging der erste Zebra-Eintrag an dieser Stelle online. (Inzwischen sind uns die Überschriften ausgegangen, weswegen wir sie jetzt einfach durchnummerieren. Aber mit römischen Zahlen, das wirkt hochkulturell und ein wenig mysteriös.)

Los geht der neue Newsletter mit einem Trend, den Zebra-Mitarbeiter Rudolph Perez hier nicht nur aufzeigt, sondern auch vorletztes Jahr persönlich iniziiert hat: Den Trend zu Satz-Titeln. Titel wie „Ich habe Wale gesehen“ oder „Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein“ versuchen es, bekommen es aber natürlich nicht annähernd so gut und ausufernd hin, wie der Trendsetter „Als ich nicht gefunden hab, was ich suchte, habe ich diesen Band gekauft!“

Außerdem gibt es diverse Messeberichte, die ein heiter-pessimistisches Bild der letztjährigen Comic-Veranstaltungen zeichnen, eine Skandal-Dokumentation darüber, warum Rudolph Hausverbot bei der Ausstellung Comics! Mangas! Graphic Novels! in der Bonner Kunsthalle hat, eine Enthüllung über Georg K. Berres‘ heimliches Zweitleben als Dichter, eine Reklamation und eine Rekapitulation. Ich kann mich irren, aber dieser fünfunddreißigste Zebra Newsletter erscheint mir noch ironischer, noch bissiger, und noch lustiger als die 34 vorigen. Wie auch immer, auf den Splashpages könnt ihr euch ausgiebig selbst ein Bild machen:

Zebra Newsletter 35

Das war 2017

2017 sind fünf Neuerscheinungen bei Gringo Comics erschienen, außerdem haben wir zwei beliebten Bestsellern aus unserer Backlist neue, überarbeitete Ausgaben spendiert!

Für ganze drei Neuheiten zeichnet unser Rekord-Zeichner Stephan Hagenow verantwortlich: Anfang des Jahres ist sein KOMMISSAR FRÖHLICH in die alte Heimat bei Gringo zurückgekehrt. Beim Comeback wurde geklotzt, nicht gekleckert, gleich drei Bände sind 2017 erschienen: WENN KOWALSKI KOMMT, HEILIGE STIMMEN und NEUN LEBEN. Bei den anderen beiden Neuheiten handelt es sich um tierische Gagstrips: der New Yorker Thomas Baer und der Österreicher Robert „Jazze“ Niederle gaben jeweils ihr Gringo-Debut. Ersterer beobachtet knuffige Pinguine, zweiterer eine minimalistische Larve: POL 1: ECHT COOL und HANS DIE LARVE.

Zwei seit Jahren vergriffene Comics aus dem Gringo-Programm sind seit 2017 als Neuausgaben endlich wieder erhältlich. Für KNOCHEN JOCHEN hat Zeichner Bela Sobottke (der hier gemeinsame Sache mit Dichter Helge Großklaus machte) ein neues Cover gezeichnet und das Buchlayout leicht überarbeitet. Für KOMMISSAR EISELE 1: KRIPO STUTTGART hat Martin Frei sogar alle Seiten koloriert und die Dialoge überarbeitet, und ebenfalls ein neues Cover gezeichnet.

Unsere Online-Comics im Gringo-Logbuch wurden natürlich auch verlässlich fortgesetzt: Von Holger Bommers wöchentlichem KURT erschienen 52 neue Strips, von Haggis monatlichem HARTMUT 12. Bela Sobottkes INGO DER INTEGRALE INGENIEUR wurde im Sommer mit einer spektakulären Doppelfolge abgeschlossen. Auf dem frei gewordenen Sendeplatz hat erneut Rudolph Perez‘ COMMANDER CORK Platz genommen, der seit Anfang 2016 pausierte und nun sein Comeback feierte. Seither sind 5 nagelneue Episoden erschienen.

Auch außerhalb des Verlagsgeschäfts waren unsere Gringo-Genossen wieder außerordentlich fleißig. Ein paar Beispiele gefällig? Gerne! Martin Frei zeichnete die LIGA DEUTSCHER HELDEN und brachte zudem bei Cross Cult einen Sammelband mit seinen FRITZLE-Strips um das Maskottchen vom VfB Stuttgart heraus. Der Geier verlegte im Eigenverlag einen fetten DOKTOR WER-Sammelband und das erste Heft seines Retro-Comicmagazins BILDERGESCHICHTEN FÜR DIE REIFE JUGEND. Bela Sobottke zeichnete das Cover für die Blu-Ray-Weltpremiere des südafrikanischen Klassikers JOE BULLET und schrieb zwei Artikel für den Tagesspiegel. Rudolph Perez brachte zwei ZEBRA Newsletter und einen neuen COMIC-FACHPRESSEN-INDEX heraus. Bernd Frenz hat den Roman DER GROLL DER ZWERGE bei Fischer Tor veröffentlicht. Ich muss mich bremsen. Sonst endet dieser Jahresrückblick nie!

Auch 2018 werden wir natürlich wieder alles geben, um euch echte Comics von echten Menschen zu präsentieren. Wir wünschen euch einen guten Rutsch! Bis nächstes Jahr!

Zebra! Zebra! Zebra!

Der Sommer-Newsletter vom Zebra ist da! Wie immer höchst unterhaltsam geschrieben, finden sich im Zebra Newsletter 34 wieder spannende Messeberichte, absurde Anekdoten, und spektakuläre Ankündigungen. Beschrieben werden das ICOM-Heft Comiczeichner im Dialog mit einem Beitrag von Zebra-Mitarbeiter und Gringo-Haudegen Rudolph Perez, sowie der neue Zebra-Sonderband Comic-Fachpressen-Index 2003-2005, den wir auch hier im Logbuch bereits überschwänglich gelobt haben. Es wird über das zweite Comicfestival Köln im vergangenen Februar berichtet, über die Comicmesse Köln im Mai, und über das Comic Festival München, ebenfalls im Mai, bei dem es zu einer zünftigen Beinahe-Klopperei zwischen Rudolph Perez und einem nicht namentlich genannten anderen Zeichner kam, wie immer wegen der Frage, wer der derbere ist. (Für uns steht natürlich fest, dass es keinen derberen geben kann, als Rudolph Perez.)

Desweiteren geht es um die Bezugsquellen von Zebra-Publikationen, beim Freibeutershop rausgeflogen, bei Kwimbi reingekommen. Und für Gringo-Logbuch-Leser gibt es noch eine fantastische Ankündigung: COMMANDER CORK kehrt zurück! Ab August werden wir wieder an jedem ersten des Monats Cork-Comics an dieser Stelle bewundern können. Bekanntlich ist Cork seit Februar 2016 im Urlaub verschollen, und die neuen Episoden werden von seinen Abenteuern im virtuellen Reisestrom handeln (siehe Abb. oben). Willkommen zurück! Den kompletten Newsletter gibt es wie gewohnt bei Splashcomics:

Zebra Newsletter 34

Sommer in München

Das Comicfestival München ist vorüber, und wir daheimgebliebenen Gringos wollten natürlich wissen, wie’s war. Unser Kollege Sebastian Sommer lieferte uns daraufhin einen Bericht, der so gigantisch, so lebendig und lustig war, dass noch tagelang in der Gringo-Verlagszentrale Gelächter durch die Gänge hallte. Diesen Sommer-Bericht können wir euch nicht vorenthalten und veröffentlichen ihn hier ungekürzt, in all seiner unbändigen Unbekümmertheit und ausufernden Ausführlichkeit:

„Titel dieses Messebesuchs könnte lauten: „Trotz totalem Chaos ein spaßiger Roadtrip“. Schon auf der Hinfahrt gab’s Trouble, weil der frisch überprüfte  (und gewaschene) Dacia auf einer Raststätte hinter Ingolstadt, wo ich eine qualmen wollte, plötzlich selbst zu qualmen anfing, aus der Motorhaube! Dies führte zu einer zweistündigen Zwangspause im schönen Bayernland und einem Einsatz der „Gelben Engel“. Fazit: Durch das Waschen hatte sich ein kleiner See auf einem Stück Blech gebildet, der sich erhitze, wodurch das Wasser verdampfte! Also nochmal Glück gehabt, mittlerweile etwas spät dran, aber glücklich! (Nur die Verkehrsführung in München ist… Aaaaargh!)

Aber es kommt noch besser: Auf der Messe in der Alten Kongresshalle hatte die Orga vergessen, uns unseren Stand zuzuweisen, was zu einer kleinen Odyssee führte, an deren Ende wir einen Platz in der Garderobe neben sehr netten und staatlich geprüften Comiczeichnerinnen aus Österreich ergattern konnten! (Eine von ihnen zeichnete sogar eine Gast-Illu für den Battlecarrier 3 und ziemlich beeindruckende Giger-Aliens! Hi, Isabella!) Als wir unsere Sachen dann endlich aufgebaut hatten, ging ich zum frontalen Gratishefteverteil-Sturmangriff über. (Habe in den vier Tagen über 450 Trailershows an den Mann bzw. Frau gebracht!) Alles super also? Jain. Als wir am nächsten Tag frisch geduscht, ausgeruht und voller Tatendrang auf die Messe stürmten, trauten wir unseren Augen nicht: Man hatte unseren Stand einem (wenn auch sympathischen) YPS-Zeichner zugeteilt! Wieder heimatlos tingelten wir zurück zur Orga, die uns dann aber sofort einen viel schöneren und besser platzierten Tisch im Hauptgang „organisierte“! Apropos: Ein großes Dankeschön an die Mädels und Jungs des Teams, ihr hattet ganz schön zu kämpfen und habt es letztendlich doch gemeistert! Endlich waren wir (d.h. Bastian „Lapinot“, Robert „Groobert“, Johannes „Beetlebum“ und ich) angekommen und konnten so richtig loslegen… Dachten wir jedenfalls: Wahrscheinlich bedingt durch die gleichzeitig stattfindende Münchner ComicCon (gegen Ron Perlman stinke selbst ich ab), das geile Wetter und den Herrentag blieben unsere Erwartungen im Hinblick auf Verkäufe doch stark zurück. Schade, da die familiäre Atmosphäre durchaus zu empfehlen ist. Familiäre Atmosphäre auf der Messe, wohlgemerkt: Die „Service“-Kräfte des angegliederten Biergartens zeigten uns dann doch sehr deutlich, dass es außer den Oberbayern wohl kein anderes wertes Leben auf dem Planeten gibt. Ich sag‘ nur: „A Fleischküchla und a Seidla Bier?! Jo, leckmiamorsch, wos wuilst dua?! Däs hoast Fleischpflanzerl und a Hoibbe, hoast mi?!“ Aber der „Kaffeemann“ auf der Messe, der war Spitze! (Du warst mein Lebensretter, danke Mann!)

Also was bleibt von den vier Tagen Comicfestival in München? Coole neue Leute und alte Bekannte getroffen, inklusive zwei meiner Helden von der „Gamestar“ (Hi, Dimmi! Hi, Ann-Kathrin!) und dem unvergleichlichen Andre Peschke vom Podcast „Auf ein Bier“. Heftla en masse verteilt und damit hoffentlich die Reichweite erhöht. Zwei neue Gast-Pin-Ups für Yuma 5 (Hi, Jasmin!). Einen Haufen Live-Zeichnungen an den Mann gebracht! Ein paar Büchlein vertickt! Der kompletten Damenwelt der Orga die T-Shirts signiert (Hihihi, dabei bin ich doch eigentlich schüchtern!). Tolle Gespräche geführt und sich mal wieder als echter Vollzeitkünstler gefühlt. Abstand von der Realität gekriegt! Resümee: Vielleicht nicht die finanziell erfolgreichste Messe, aber trotzdem ein cooler Spaß und ein Abenteuer! Ich bin ein bisschen zwie­ge­spal­ten, aber dennoch: „I’ll be back!“