Der Hartmut gugt in di Sterne

Druckfrisch! Ab heute erhältlich! Der Hartmut ist 1 kleiner Junge woh foll guht bescheit weis. In seinem mittlerweile achten Gringo-Band beschäftigt sich der Strichheld mit der Astrologie und verpasst jedem Sternzeichen sein passendes Horoskop. Und natürlich kann der geneigte Leser auch sonst wieder eine Menge lernen – über Hunde und Katzen, Piraten, Trendsportarten, die Bekämpfung lästiger Zombies, gewaltfreie Spiele und viele weitere Aspekte des modernen Lebens. Haggis neueste Sammlung mit Geschichten des kleinen Hartmuts erscheint wie auch der vorherige Band als Paperback im handlichen A5 Format.

DER HARTMUT GUGT IN DI STERNE ist ab sofort im Comicladen erhältlich oder z.B. in folgenden Online-Shops: Comic Base Berlin, Sammlerecke, Buchkatalog.

Haggi: Der Hartmut gugt in di Sterne 
Gringo Comics / A5 / SC / 58 Seiten / s/w / 7,90 Euro / ISBN 978-3-940047-40-3

Gringo goes USA

Schon mehrfach ist es unserem profilierten Autor und Altgringo Bernd Frenz (KURZER PROZESS #5) gelungen, seine Comicgeschichten im amerikanischen Heavy Metal Magazin unterzubringen. Dieses Mal hat er den Coup zusammen mit Martin Frei gelandet: STARBRIDE wurde von Bernd geschrieben und von Martin gezeichnet! Sogar auf dem Cover der demnächst erhältlichen Ausgabe 261 sind die beiden erwähnt.

Diese Übersee-Connection wird noch für einige Überraschungen sorgen….

Evolution der Revolution

U-COMIX kommt zurück! 2013 wird das legendäre Comicmagazin für Erwachsene in seiner dritten Inkarnation wiederauferstehen! Ausgabe 182 wird für lau beim Gratis Comic Tag am 11. Mai erscheinen, zum reinschnuppern. Ausgabe 183 wird dann ab Juni im Comicladen erhältlich sein!

Kleine Geschichtsstunde: Die erste Ausgabe von U-COMIX erschien 1970 im wegweisenden Volksverlag, nur 3 Jahre, nachdem Underground-Comix in den USA als Antwort auf den Comics Code erstmals verlegt wurden. Bis 1979 erschien das Heft, damals noch Untergrund im Wortsinne, zwei mal im Jahr. Mit dem Erscheinen des Schwestermagazins SCHWERMETALL entschied sich der ebenso visionäre wie chaotische Verleger Raymond Martin („Ich glaube an keine Moral, keine Religion, keine Philosophie. Mein Gott heißt Orgasmus…“), U-COMIX in größerer Auflage regulär an den Kiosk zu bringen. Die neue Ausgabe 1 erschien im September 1980, ebenfalls im Volksverlag. Nachdem der Volksverlag 1984 überschuldet pleite ging, übernahm der neu gegründete Alpha Verlag (hervorgegangen aus der Druckerei, die die Hefte hergestellt hatte) die Publikation von U-COMIX mit fortlaufender Nummerierung. Neuer Chefredakteur und Verlagsleiter wurde einige Ausgaben später Achim Schnurrer. Dieser machte U-COMIX, SCHWERMETALL und den Alpha Comic Verlag / Edition Kunst der Comics zu einer festen Größe in der deutschen Comiclandschaft. „Bis zu jenem Tag, als eine Hundertschaft Polizei unser Verlagshaus in Sonneberg stürmte.“ Der langanhaltende Rechtsstreit mit einem kreuzzüglerischen Staatsanwalt und anderen Kleintierzüchtern führte 1997 zur Einstellung von U-COMIX. „U-COMIX war besonders häufig auch deutschsprachigen Zeichnern ein gutes Forum und hat sich immer wieder getraut, Serien abseits vom Mainstream zu veröffentlichen und gelegentlich auch zum Durchbruch zu verhelfen.“ (aus dem Editorial von Achim Schnurrer in der letzten Ausgabe 180/181). Genau an diese Tradition will nun Steff Murschetz von Undergroundcomix.de anknüpfen. Er tritt in die Fußstapfen von Raymond Martin und Achim Schnurrer als neuer Herausgeber von U-COMIX. Steff Murschetz ist ein alter Haudegen der Comicszene, er war bereits beim berüchtigten MENSCHENBLUT dabei. Und das macht Sinn, nicht umsonst bezeichnete Achim Schnurrer MENSCHENBLUT einst als „die Exilausgabe von SCHWERMETALL“ (in SCHWERMETALL Nr. 211/212). Damals gab es ein paar deftig-geniale Mursch-Cover vom MENSCHENBLUT, mannomann, die zeigte man besser nicht seiner Oma.

Das neue U-COMIX wird neben Legenden des Underground wie Gilbert Shelton vor allem deutsche Zeichner präsentieren und somit die Lücke füllen, die die Einstellung von U-COMIX damals gerissen hat. Und wie nicht anders zu erwarten, wird U-COMIX schwer gringoverseucht sein: Stephan Hagenow, Bernd Frenz, Zano und Bela Sobottke sind mit dabei! Pflichtlektüre! Kaufbefehl!

[Oben im Schaubild zur U-Comix Evolution sind zu sehen: Die Ausgabe 15 der ersten Serie, von Weihnachten 1978, mit einem Cover von Rand Holmes (Zeichnung) und Raymond Martin (Idee & Farbe); die erste Ausgabe mit 8 farbigen Seiten – einer Story von Richard Corben. Die Ausgabe 1 der zweiten Serie vom September 1980 mit einem Cover von Gilbert Shelton. Die Ausgabe 180/181 von 1997 mit einem Cover von Ralf König; das letzte Heft aus dem Alpha Verlag. Und die Gratis-Ausgabe 182 vom Mai 2013, das erste Heft der neuen Zeitrechnung.]

Sorry Leute, für den endlosen Blogeintrag. Aber ihr wisst ja: Knowledge is the key!

Salbader 43

In Berlin gibt es ja bekanntlich viel zu entdecken auf kultureller Ebene. So existiert dort seit 1989 eine alternative Literaturpublikation namens SALBADER. Unter dem Motto „Belehrung und Erbauung“ gibt es hier „unterhaltsames und geistreiches Schrifttum“ fernab vom Mainstream.

Das besondere am SALBADER aus Sicht eines Comic-Freundes ist, dass jede Ausgabe von einem anderen Berliner Zeichner illustriert wird, der dem jeweiligen Heft ein spezielles Gesicht verpasst. Mit dabei waren u.a. schon Zeichner wie ©Tom (Touché) oder Fil (Didi & Stulle), und nun hat SALBADER-Redakteur und Chef vom Dienst Jürgen Witte unseren Bela Sobottke angeheuert, die neue Ausgabe Nummer 43 zu illustrieren. Beim SALBADER gab man ihm freie Hand, und wer Belas Gringo Comics KNOCHEN-JOCHEN, KÖNIG KOBRA oder KREPIER ODER STIRB kennt, der wird sich nicht wundern, dass die entstandenen Bilder beizeiten zur Deftigkeit neigen. Wenn ein Text beispielsweise „Dem Frohsinn in die Fresse“ betitelt ist, dann freut sich Bela natürlich besonders auf die zugehörige Illustration (s.o.). Für seine Illus hat Bela einen übellaunigen Kerl mit einem großen „S“ wie SALBADER auf der Brust entworfen, der nun durch die Ausgabe 43 führt. Bekommen kann man SALBADER 43 in ausgewählten Berliner Buchläden.