GringoMag 1/2016

In den letzten Wochen haben wir in der Gringo-Werkstatt fieberhaft an einem neuen Projekt gebastelt. Es handelt sich dabei um ein Magazin mit Comics und Leseproben aus dem Gringo-Universum: Das GringoMag!

In der Premieren-Ausgabe findet ihr eine Leseprobe aus Stephan Hagenows DEAD LOVE und ein komplettes Kapitel aus KEINER KILLT SO SCHÖN WIE ROCCO von Bela Sobottke, der auch das dazu passende Cover beigesteuert hat. Außerdem gibt es Gag-Comics mit Holger Bommers KURT, mit Haggis HARTMUT und aus UTAs TRUCKSTOP, dem neuen, demnächst erscheinenden Gringo-Comic von ROCCO-Zeichner Bela.

Und das beste: Das GringoMag ist komplett kostenlos! Perfekt geeignet für alle, die mal in unsere Comics reinschnuppern wollen. Ein komplett risikofreies Lesevergnügen!

GringoMag 1/2016 ist in Kürze kostenlos in deinem Comicladen erhältlich. Wer es nicht abwarten kann, kann sich hier auch unverzüglich die digitale Version zu Gemüte führen:

GringoMag 1/2016

Der Blog-Hartmut #43.2

Was war das für eine Woche im Gringo Hauptquartier. Wir haben uns die Köpfe heißdiskutiert! Eine Konferenz jagte die andere. Wir übernachteten im Gringo Verlagsgebäude, um am nächsten Morgen gleich weiter zu streiten.

Geht das? Kann man das machen? Geht das zu weit? Hätte der Hartmut nicht wenigstens warten können, bis der Paragraph 103 abgeschafft ist? Aber nein, jeder Versuch, das vorlaute Strichmännchen zu bändigen, wäre natürlich von vornherein zum Scheitern verurteilt. Und nun haben wir den Salat. Das sprichwörtliche Kind ist in den Brunnen gefallen. Ihr habt es schon gemerkt: Es geht um Hartmuts Schmähgedicht vom 17. April.

Als Verlag haben wir natürlich eine Vorbildfunktion und zudem einen Qualitätsstandard, den auch ein penetranter Pennäler nicht unterschreiten darf. Außerdem könnte sich ja jemand beschweren. Also haben wir uns entschlossen, Hartmuts Schmähgedicht an den fragwürdigen Stellen zu entschärfen. Das sieht nun gleich viel besser aus. Und die Gringo-Belegschaft kann endlich den Verlag verlassen und ins wohlverdiente Wochenende pilgern.

Wir wünschen viel Spaß beim garantiert risikofreien und geschmackvollen Lesen des neuen Hartmut-Comics!

Kommissar Fröhlich 4: Nur ein Niemand

Bei den Kollegen von Epsilon ist gerade ein neues Album von KOMMISSAR FRÖHLICH erschienen, wie immer getextet, gezeichnet und koloriert von Stephan Hagenow (mit einem Cover von Carsten Dörr): NUR EIN NIEMAND startet heftig-deftig mit einer Schießerei, die aus einem 80er Jahre Polizeikracher mit Jean-Paul Belmondo oder Charles Bronson stammen könnte. Statt Bébél / Bronson haut hier allerdings Tumba auf die Kacke und macht einer fiesen Bande von Geiselgangstern aus der Russenmafia den Garaus. Man sieht gleich: Tumba ist wieder für die Action zuständig, und Fröhlich für die granteligen und menschenverachtenden Sprüche. Doch das war erst der Anfang, denn danach entwickelt sich die eigentliche Geschichte um die Sekretärin Natalie Niemand, die, nichtbeachtet, gemobbt und gedemütigt schließlich beschließt, zurückzuschlagen – mit Pfeil und Bogen. Im Laufe des anschließenden Amoklaufs gerät auch Kommissar Fröhlich ins Visier der frischgebackenen Serienmörderin… Das Ende ist entsprechend dramatisch und wie Stephan einer Möwe das letzte Wort zugesteht, muss man gelesen haben.

KOMMISSAR FRÖHLICH 4 ist ab sofort im Comicladen oder direkt bei Epsilon erhältlich.

Stephan Hagenow: Kommissar Fröhlich 4: Nur ein Niemand 
Epsilon / Hardcover / 48 Seiten / farbig / 12,50 Euro / ISBN: 978-3-86693-231-9

Brett Comix 11

Diesmal hat’s nur drei Monate gedauert, bis eine neue Ausgabe des monatlichen Zeitungspapier-Comicmagazins Comix erschienen ist. Das nimmt ja richtig Fahrt auf… In der neuen Ausgabe findet sich auch wieder eine BRETT Episode. BRETT DER TAPFERE RAUMPILOT FOLGE 11: GUTE ARBEIT wurde gezeichnet von Michael Weißhaupt und wie gewohnt getextet von Rudolph Perez und Bill GoGer. Zugegebenermaßen ist es bei der sporadischen Erscheinungsform von Comix einigermaßen schwer, dem Handlungsfaden zu folgen – aber wie Brett und seine Gefährten nach ihrer Flucht durch Vorhölle III ein schönes Chaos im Astroport anrichten, ist auch ohne Kontext eine spaßige Sache. Werden sie endlich ins All fliehen können?

Doch damit nicht genug, gibt es noch mehr schönes Zeug in der aktuellen Ausgabe zu entdecken: Geier, wohin das Auge blickt! Von unserem Gringo-Veteran sind nämlich gleich zwei Beiträge dabei. Zuerst wird ein neunseitiges Kapitel aus dem vom Geier gezeichneten CAPTAIN BERLIN Heft abgedruckt (wir haben das Heft aus dem Hause Weißblech schon vor einiger Zeit ausführlich gewürdigt). Und außerdem sind noch, und das ist wirklich eine gelungene Überraschung, 7 Seiten aus Geiers Facebook-Comicserie DOKTOR WER enthalten! Der Doktor ist hier im Gegensatz zur Online-Version durchgängig farbig, und das ganze sieht gedruckt und fortlaufend noch schicker aus!

Comix Nr. 52 mit BRETT, CAPTAIN BERLIN und DOKTOR WER ist ab sofort für 3,- Euro erhältlich.

McAdams macht sich warm…

…und zwar für Runde Zwei von BATTLECARRIER YUMA 5! Die Besatzung der Yuma stellt sich im Mai, pünktlich zum Comic-Salon Erlangen, neuen gefährlich-skurrilen Abenteuern. Die Season 2 steht unter dem Motto „noch grösser, noch mehr Action, noch mehr Sarkasmus“! Zeichner Sebastian Sommer kümmert sich aber auch verstärkt, und das wird mancher zuerst als sommeruntypisch empfinden, um die Beziehungen der einzelnen Protagonisten untereinander. Wie es sich für eine Space Opera gehört, gibt es Action und Dramatik satt in der Fortsetzung von Sebastians Opus Magnum auf bombastischen 322 Seiten.

P.S.: Auch ein paar feine Gastzeichner haben ihren Weg ins Buch gefunden. Lasst euch überraschen!

Hagenows e-Comic Offensive

Stephan Hagenow ist ein schneller Zeichner. Vielleicht der schnellste Zeichner der Republik. Das hat jedoch einen Nachteil: Verleger können nicht mithalten mit seinem Tempo. Budgetverantwortung, Veröffentlichungsstrategie und andere verlegerisch verantwortungsvolle Dinge stehen dem Hagenowschen Hochgeschwindigkeits-Comic im Weg. Selbst zwei bis drei Verleger (Gringo Comics, Epsilon und gelegentlich weitere Häuser) ändern daran nichts wesentliches.

Also geht Stephan nun einen zusätzlichen Vertriebsweg: Als sein eigener Verleger hat er eine Reihe seiner Comics digital auf Amazon für den Kindle-Reader zur Verfügung gestellt. Mit dabei sind alte Bekannte wie KOMMISSAR FRÖHLICH, EINAR, BERSERKER und GUNDERO, teils in überarbeiteter Fassung, teils noch vor der Print-Veröffentlichung. Neben seinen üblichen Genre-Comics befinden sich unter den e-Comics aber auch unveröffentlichte Funnys und sogar Comics für Kinder. Und das ist erst der Anfang: Das Programm wird ausgebaut. Bei Stephans Tempo eher schnell als langsam.

Das ganze ist übrigens auch Karl Nagel aufgefallen, dem Gründer und ehemaligen Chef der Aligatorfarm, der für das derbe und leider kurzlebige Comic-Magazin Die! oder wir bereits mit Stephan zusammen gearbeitet hat. Auf seiner Website hat er gerade einen knackigen Artikel zu Stephans e-Comic Offensive veröffentlicht. Dort sagt er unter anderem: „Seine unfassbare Geschwindigkeit bringt es mit sich, dass seine Striche nicht in gelecktem Schwung auf dem Papier landen, sondern gekratzt, gerotzt, geprügelt. Mit schönen Dingen verliert Stephan keine Zeit.“ Und: „Er ist ein PUNK im eigentlichen Sinne. Ohne Iro und Lederjacke, dafür mit Stift und Tusche. Ein Amokläufer, der niemanden wegballert, aber Comicseiten im Dauerfeuer verschießt.“ Amen.

Alle Hagenow-Comics für den Kindle findet ihr hier.