Nochmalig neues vom Zebra

Kein Jahresbeginn ohne Zebra-Newsletter! In der neuen Ausgabe 33, die dieser Tage auf Splashcomics online gegangen ist, geht es um den zuletzt erschienenen und bei uns im Gringo Logbuch bereits ausführlich gewürdigten Zebra-Sonderband 20 ALS ICH NICHT GEFUNDEN HAB, WAS ICH SUCHTE, HABE ICH DIESEN BAND GEKAUFT! Außerdem findet sich ein gewohnt launiger Rückblick auf den Zebra-Signiermarathon des zweiten Halbjahres 2016 sowie ein Hinweis auf die Geschichte Dominik und Jan im Reich der Monster, das von Zebra-Chefredakteur Georg K. Berres getextet wurde und in der Bilderbuchzeitschrift Gecko Nr. 55 (Oktober 2016) erschienen ist.

Und nicht zuletzt gibt es ein neues Jubiläum zu feiern: Nachdem 2013 bereits einmal der dreißigste Geburtstag gefeiert wurde – damals vom Magazin selbst – wird dieses Jahr der Zebra-Sonderband 30 Jahre alt! 1987 erschien mit dem ersten Comixene-Index der Zebra-Sonderband 1. Seither sind so denkwürdige Bände erschienen wie SENSATIONSJOURNALISMUS UND KULTURELLE MISSION, KATASTROPOLIS und natürlich unser Lieblingssonderband COMMANDER CORK IM STRUDEL DER ZEIT (erschienen in Zusammenarbeit mit dem Verlagshaus eures Vertrauens, Gringo Comics). Wir gratulieren und freuen uns auf die nächsten 30 Jahre mit vielen irrwitzigen Zebra-Sonderbänden!

Zebra Newsletter 33

Kommissar Fröhlich 9: Wenn Kowalski kommt

kommissar_froehlich_09_cover

KOMMISSAR FRÖHLICH ist zurück! Nachdem er sein Büro in den letzten Jahren zu den Kollegen von Epsilon verlegt hatte, ist er nun wieder in seinem alten Revier bei Gringo Comics gelandet. Und für sein Comeback haben wir ihm einiges gegönnt: Größeres Format! Mehr Seiten! Farbe!

Dazu passend hat Autor und Zeichner Stephan Hagenow auch Fröhlichs Assistenten Tumba generalüberholt: Neue Haarfarbe, Glasauge statt Augenklappe. Nur Ernst Fröhlich selbst bleibt der alte – bis auf ein Gipsbein, das im Verlauf der Handlung Fluch und Segen zugleich sein wird. Fröhlich grummelt und pöbelt sich gewohnt zynisch durch den neuen Fall, der einer seiner persönlichsten werden soll: Der skrupellose Schwerverbrecher Kowalski ist aus dem Knast ausgebrochen und will sich an der Person rächen, die ihn da rein gebracht hat: an unserem korpulenten Kommissar. Und da auch Fröhlichs Familie in Gefahr ist, wird nicht nur Kommissar Fröhlich selbst, sondern auch sein Sohn Max in ein sicheres Geheimversteck verfrachtet. Vater und Sohn haben ausgiebig Gelegenheit, sich gegenseitig anzugiften, bis sich herausstellt, dass das Versteck bei weitem nicht so sicher und geheim ist, wie vermutet. Schließlich ist Tumba die letzte Hoffnung – doch ausgerechnet den sonst so kaltblütigen Ex-Söldner überkommt im entscheidenden Moment der Flattermann…

Stephan hat für Fröhlichs Comeback auch seinen Zeichenstil leicht variiert. Kratzige Schraffuren weichen klaren, dicken Linien und Flächen. Haudegen Hagenow ist endgültig beim Krimi angelangt, die kranken, deftigen Elemente eines MAC TRAP fehlen hier komplett. Demenstsprechend wird viel über die Dialoge erzählt. Das stellt schon eine Nähe zum Fernseh-Tatort her, für den Stephan auch schon mal als Storyboarder gearbeitet hat (wie in seiner Biografie im hinteren Teil des Buches verraten wird). Da schließt sich ein Kreis…

Der neue KOMMISSAR FRÖHLICH ist ab sofort im Comicladen erhältlich!

Stephan Hagenow: Kommissar Fröhlich 9 – Wenn Kowalski kommt 
Gringo Comics / 24×17 cm / 106 Seiten / farbig / 12,90 Euro / ISBN 978-3-946649-00-7

kommissar_froehlich_09_leseprobe

Sigurd von Frei VII

sigurd_frei_sprechblase

Kurz vor dem Jahreswechsel hat Gerhard Förster noch die neue Ausgabe seiner Sprechblase in die Läden gebracht. In Heft 236 ist die abschließende siebente Episode von Gerhard Försters und Martin Freis SIGURD-Comic enthalten. Wer sich bereits das Album DER FLUCH VON ROTHENSTEIN gekauft hat (in dem die Geschichte natürlich komplett enthalten ist), den wird der Abdruck der letzten Episode nun nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken, da ja schon bekannt. Für alle anderen offenbart sich hier das große Finale der stimmungsvollen SIGURD-Neuinterpretation. Versehen mit einigen Rückblicken werden hier alle Fäden zusammengeführt und sämtliche Rätsel gelöst. Auf ganzen 18 Seiten hat Martin dabei genug Gelegenheit, sein zeichnerischen Können erneut unter Beweis zu stellen. Zudem gibt es unter dem Titel „Sigurds Locke birgt so manches Geheimnis“ein aufschlussreiches Interview, das Texter Gerhard Förster mit seinem Zeichner Martin Frei führt, und das eine schöne Ergänzung zum Making Of in der Hardcover-Ausgabe von DER FLUCH VON ROTHENSTEIN darstellt. Abgerundet wird das ganze mit einer Beichte von Gerhard zur Entstehung des Comics, pointiert gezeichnet von Heinz Wolf. Ein humorvoller Meta-Comic: Insbesondere die Szene, in der ein geifernder Gerhard auf den Schultern seines Stift schwingenden Zeichnersklaven Martin Befehle bellt, ist einfach zum brüllen.

Die Sprechblase Nr. 236 ist seit Ende Dezember für 9,90 Euro erhältlich.