Schleichwerbung bei SchleFaZ

Unser Berliner Gringo Bela Sobottke hat bekanntlich ein Faible für obskure Filme. Natürlich schaut er da auch öfters bei SchleFaZ (Die schlechtesten Filme aller Zeiten auf Tele5) mit Oliver Kalkofe und Peter Rütten vorbei. Manchmal amüsiert er sich dort köstlich, und manchmal hat er heiße Tränen der Wut in den Augen, weil die beiden einen Film fertig machen, den Bela wirklich, aufrichtig, und unironisch liebt. So geschehen bei KNOCHENBRECHER IM WILDEN WESTEN, BLACKULA oder TOXIC AVENGER. Und nun haben die beiden doch tatsächlich TIME BREAKER ins Programm genommen.

TIME BREAKER (im Original GET MEAN) von Ferdinando Baldi mit Tony Anthony ist ein von Bela kultisch verehrter Zeitreise-Italowestern, der ihn maßgeblich zu DIE LEGENDE VON KRONOS ROCCO inspirierte. Man denke nur an seine schicke TIME BREAKER-Hommage-Illu vorne im Comic. Nun hatte Bela vor lauter Zorn schon Schilder gemalt, um vor der Tele5-Zentrale zu protestieren, er hatte Schmäh-Tweets vorbereitet und Boykott-Aufrufe formuliert. Aber alles für die Tonne. Denn das Team SchleFaz stellte einfach Belas Comic KEINER KILLT SO SCHÖN WIE ROCCO in die Studiokulisse. Und davon war unser Bela derart überwältigt, dass er lammfromm und grinsend die komplette SchleFaZ-Folge guckte. Ganz ohne Faust in der Tasche. Wir sind entzückt!

Solltet ihr den Spaß im Fernsehen verpasst haben, könnt ihr die Sendung inzwischen auch auf der SchleFaz-Seite online gucken:

SchleFaZ Folge 127: Time Breaker

Voll Retro!

Unser Gringo-Verleger Holger Bommer hat sein Leben bekanntlich den Comics gewidmet. Aber er hat noch eine zweite, weniger bekannte Leidenschaft: Retrogaming. Alles, was in klotzigen Pixeln daher kommt, versetzt ihn in Entzückung. Und da dachte er sich: Schalten wir mal eine Gringo-Anzeige im Retrogaming-Onlinemagazin mit dem klingenden Namen GA.MA.LABA (Abkürzung für Gamen, Machen, Labern). Und was würde besser passen, als unser Retro-Horrorcomic RATTENFALLE von Stephan Hagenow? Eben. Wie das aussieht, könnt ihr oben sehen. Und wenn ihr jetzt Bock auf das ganze Retrogaming-Heft habt, findet ihr das hier:

GA.MA.LABA #2

Die Frau mit dem Silberstern (Kapitel 1)

Seit die ersten Ankündigungen zu lesen waren (u.a. auch bei uns im Logbuch) stieg die Spannung und die Vorfreude ins Unermessliche. Jetzt ist es endlich soweit: ZACK #267 mit dem ersten Kapitel von DIE FRAU MIT DEM SILBERSTERN von unserem geschätzten Gringo-Mitstreiter Martin Frei (KOMMISSAR EISELE) ist erschienen! Doch fangen wir ganz am Anfang an: BLUEBERRY ist Kult, und DER MANN MIT DEM SILBERSTERN eins der beliebtesten Alben aus der langlebigen Western-Serie. Darin ging es um das Kaff Silver Creek, das von den fiesen Gebrüdern Bass und ihrer Bande von Killern terrorisiert wurde. Leutnant Blueberry kam als Fremder in die Stadt, um sich als frisch ernannter Sheriff den Gangstern in den Weg zu stellen. Unterstützt wurde er nur von seinem versoffenen Kumpel Mac Clure und den einzigen beiden Mutigen der Stadt, dem halben Kind Dusty und der Lehrerin Katie Marsh. Das ist natürlich eine klassische Western-Konstellation, von Jean-Michel Charlier spannend erzählt und von Jean „Mœbius“ Giraud meisterlich zeichnerisch umgesetzt. Große Fußstapfen für unseren Martin.

In DIE FRAU MIT DEM SILBERSTERN steht nun die Lehrerin Katie Marsh im Mittelpunkt, der von Blueberry am Ende von DER MANN MIT DEM SILBERSTERN eben jener titelgebende silberne Sheriff-Stern vermacht wurde. Schon auf den ersten 12 Seiten wird klar, dass Miss Marsh nach wie vor einen schweren Stand hat, weil sie viel zu schlau und fortschrittlich für den reaktionären Haufen Hinterwäldler in Silver Creek ist. Sie unterrichtet beispielsweise Darwins nagelneue Evolutionslehre an der Schule, womit sie den ortsansässigen Reverend zum Schäumen bringt. Katie Marsh und den inzwischen erwachsenen Dusty wiederzutreffen, ist eine große Freude, und man kommt gar nicht dazu, Blueberry, der zwar erwähnt wird, aber nicht persönlich auftritt, zu vermissen. Nein, der Comic ist viel zu dicht erzählt, das World Building viel zu lückenlos, um etwas anderes zu wollen. Martins Strich weist diesmal eine höhere Schraffuren-Dichte auf als zuletzt, was dem Sujet sehr angemessen ist. Man riecht das Leder, man schmeckt den Staub, man hört das Holz knarzen. Seine Zeichnungen sind klassisch, ohne jedoch ins altbacken-steife zu verfallen. Damit erweist er dem großen Giraud/Mœbius alle Ehre.

Wir freuen uns auf die weiteren Kapitel, die in den kommenden drei ZACK-Ausgaben erscheinen werden. ZACK #267 (09/2021) mit dem ersten Teil von DIE FRAU MIT DEM SILBERSTERN: LEUTNANT BLUESKULL ist ab sofort im Comicladen und am Bahnhofskiosk erhältlich.

Bela und die Creepshow

Unser Berliner Gringo Bela Sobottke setzt seine Serie von Texten für die Hauptstadtzeitung Der Tagesspiegel fort. Diesmal geht es um drei Ikonen des Horrors – Stephen King, George A. Romero, Bernie Wrightson – und ihr gemeinsames Baby CREEPSHOW. Bekanntermaßen handelt es sich dabei um einen Film von 1982, geschrieben von King und inszeniert von Romero, und den dazugehörigen Comic von Meisterzeichner Bernie Wrightson.

Jener Comic bekam jüngst von den Kollegen bei Splitter eine schicke und überfällige Neuausgabe spendiert und ist der Anlass für Belas Artikel. Dies gibt ihm eine willkommene Gelegenheit, ausführlich von der Dreifaltigkeit des Horrors zu schwärmen, natürlich inklusive Illustration (siehe oben). Der Artikel erschien am 29. Juli im gedruckten Tagesspiegel und ist ab sofort auch online verfügbar:

Horror-Troika