Ultimative Filmrätsel

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Jürgen „Geier“ Speh kennt sich nicht nur mit Comics bestens aus – er ist auch ein großer Filmfan. Bei Gringo Comics kommt es immer wieder zu ausschweifenden Unterhaltungen über utopische Science Fiction Filme, Italo Horror Klassiker, oder amerikanische Exploitation-Heuler. Sein annähernd enzyklopedisches Filmwissen hat der Geier nun zu einem Buch gemacht: ULTIMATIVE FILMRÄTSEL ist gerade bei Panini erschienen. In diesem quadratischen Hardcoverbuch gibt es haufenweise kleine quadratische Illustrationen im Piktogramm-Stil, die jeweils einen bestimmten Genrefilm darstellen. Wer alle Filme errät kriegt einen Orden, denn das ist manchmal verdammt knifflig. Aber darum geht es auch nicht ausschließlich, denn genau so viel Spaß macht es, wenn man sich die Lösung anschaut und es einem wie Schuppen von den Augen fällt. Dazu sind die kleinen Bilder in ihrer Reduziertheit und grafischen Qualität sehr schön anzusehen – Geier beweist hier unter extremen Bedingungen sein gutes Gespür für Bildaufbau und Design. Ein prachtvolles Bilderbuch, das ab sofort für schlappe 9,99 im Buchhandel erhältlich ist.

Jürgen „Geier“ Speh: Ultimative Filmrätsel 
Panini / Hardcover / 64 Seiten / farbig / 9,99 Euro / ISBN: 978-3-8332-3273-2

Der Comic-Salon 2016 in Bildern

Das war vielleicht eine Sause… Der 17. Internationale Comic-Salon Erlangen liegt nun hinter uns. Es war spannend, lustig, anstrengend und fantastisch. Wir Gringos waren wieder wie eine große Familie – ach was, besser als das! Den ganzen Tag Signierstunden, zwischendurch Ausstellungen, Treffen mit anderen Comic-Nasen, Veranstaltungsbesuche, Messebummel, dann was essen und ein paar Bierchen, die ein oder andere Party… Ein großer Dank geht an unsere Foto- und Abendprogramm-Beauftragte Kati, die das alles im Bild festgehalten hat. Ich spare mir jetzt weitere Worte (wir sind ja hier nicht bei der Max und Moritz Preisverleihung) und lasse die Bilder sprechen!

Der Salon von außen

Der Salon-Aufbau von außen

Salon-Plakate überall

Salon-Plakate wo man hinblickt

Der Gringo-Stand

Der schicke Gringo-Stand

Gringo-Neuheiten

Einige Gringo-Neuheiten

Der Gringo-Schuber

Der Erlangen-Gringo-Schuber

Bela signiert für Bonhomme (oder war's umgekehrt?)

Westernzeichner: Bonhomme & Bela

Bela erschöpft vom Nichtstun

Bela hat den glasigen Blick

Sebastian ist motiviert

Sebastian ist hochmotiviert

Zano & Micha beim Böhmen

Zano & Micha beim Böhmen

Geier & Martin beim Böhmen

Geier & Martin beim Böhmen

Stan Laurel gibt den Jo

Stan Laurel gibt den Jo

Der nächtliche Erdogan-Zwischenfall

Der Erdogan-Zwischenfall

Haggi, Geier, Sebastian, Kati im Schwarzen Ritter

Haggi, Geier, Sebastian, Kati

Haggi und Bela im Schwarzen Ritter

Haggi & Bela im Schwarzen Ritter

Haggi mit praktischem Hartmut-Shirt

Haggi mit Hartmut-Shirt

Obergringo Holger

fröhlicher Obergringo Holger

Zano lacht, Holger spielt Trompete auf der Flasche

Zano lacht, Holger spielt Trompete

Die Zano-Ziege

Die berüchtigte Zano-Ziege

Zano signiert verzweifelt

Zano signiert verzweifelt

Bela signiert konzentriert

Bela signiert konzentriert

Geier & Bernd im Alten Simpl

Geier & Bernd im Alten Simpl

Geier isst Blutwurst und verdirbt den Satdtkindern den Appetit

Geier, Blut- & Leberwurst

Haggi und Holger schmeißen sich weg

Sind amüsiert: Haggi & Holger

Geier fern, Haggi nah

Geier ganz fern, Haggi ganz nah

Plattenvergleich mit Martin & Sebastian

Das glänzt: Martin & Sebastian

Martin fern, Bela nah

Martin ganz fern, Bela ganz nah

Holger sagt: "Schluss jetzt!", Micha, Martin

Holger energisch, Micha, Martin

Selfie-Wahnsinn bei der Comicparty 1: Holger & Kati

Party-Selfie 1: Holger & Kati

Selfie-Wahnsinn bei der Comicparty 2: Kati & Sebastian

Party-Selfie 2: Kati & Sebastian

Psychedelischer Bela bei der Comicparty

Psychedelischer Party-Bela

Holger teufelt auf Geier ein, Bela mischt sich ein

Holger teufelt auf Geier ein, Bela

Abschied: Holger, Bela, Jo, Geier

Abschied: Holger, Bela, Jo, Geier

Nach dem Salon: leeres Erlangen

Nach dem Salon: leeres Erlangen

 

P.S.: Der Blog-Gringo hätte gerne auch noch explosiveres Bildmaterial eingestellt. Z.B. Gringo-Führerscheinfotos aus grauer Vorzeit. Oder das Nudel-Foto, das im Röhrenden Hirschen erwähnt wurde. Aber Kati hält diese Fotos unter Verschluss und behauptet hartnäckig: „Die kriegst du nicht! Ich habe ein Versprechen gegeben!“ Okay, okay, verstanden. Man kann nicht alles haben…

Brett Comix 11

Diesmal hat’s nur drei Monate gedauert, bis eine neue Ausgabe des monatlichen Zeitungspapier-Comicmagazins Comix erschienen ist. Das nimmt ja richtig Fahrt auf… In der neuen Ausgabe findet sich auch wieder eine BRETT Episode. BRETT DER TAPFERE RAUMPILOT FOLGE 11: GUTE ARBEIT wurde gezeichnet von Michael Weißhaupt und wie gewohnt getextet von Rudolph Perez und Bill GoGer. Zugegebenermaßen ist es bei der sporadischen Erscheinungsform von Comix einigermaßen schwer, dem Handlungsfaden zu folgen – aber wie Brett und seine Gefährten nach ihrer Flucht durch Vorhölle III ein schönes Chaos im Astroport anrichten, ist auch ohne Kontext eine spaßige Sache. Werden sie endlich ins All fliehen können?

Doch damit nicht genug, gibt es noch mehr schönes Zeug in der aktuellen Ausgabe zu entdecken: Geier, wohin das Auge blickt! Von unserem Gringo-Veteran sind nämlich gleich zwei Beiträge dabei. Zuerst wird ein neunseitiges Kapitel aus dem vom Geier gezeichneten CAPTAIN BERLIN Heft abgedruckt (wir haben das Heft aus dem Hause Weißblech schon vor einiger Zeit ausführlich gewürdigt). Und außerdem sind noch, und das ist wirklich eine gelungene Überraschung, 7 Seiten aus Geiers Facebook-Comicserie DOKTOR WER enthalten! Der Doktor ist hier im Gegensatz zur Online-Version durchgängig farbig, und das ganze sieht gedruckt und fortlaufend noch schicker aus!

Comix Nr. 52 mit BRETT, CAPTAIN BERLIN und DOKTOR WER ist ab sofort für 3,- Euro erhältlich.

U-Comix 193

Auch im Jahr 2016 geht es weiter mit U-Comix! Die neue Ausgabe ist gerade erschienen und bietet wieder ein buntes (respektive schwarz-weißes) Lesevergnügen. Mit dabei sind unter anderen: Fufu Frauenwahl  mit ein paar schönen, verwirrenden Seiten, Elbe-Billy mit einer bitteren, österlichen Menschenjagd-Geschichte, Ivo Kircheis mit jeder menge Kotze, außerdem natürlich die Berliner Michael Vogt mit einem neuen seltsamen Tag und Bert Henning mit seinem 50-jährigen Punk. (In unterstützenden Comicläden gibt’s übrigens auch einen schnieken neuen Aufkleber zum Heft – mit keinem geringeren darauf als eben jenem 50JP nebst schlüpfrigem Spruch!)

Der dritte Berliner ist gleichzeitig ein Gringo-Recke: Bela Sobottke liefert eine neue ROCCO-Episode, in der unser reimender Revolvermann im verqualmten Saloon um die Ecke auf den Mann trifft, der schneller zieht, als sein Schatten. PLAYING THE DIRTY DOZENS ist Belas Gratulation an Lucky Luke, der dieses Jahr ganze siebzig Jahre alt wird!

Mit Geier ist ein weiterer Gringo im Heft vertreten: Er liefert das plakative Häschen-Cover und ein beeindruckendes Poster mit einem irren Horrorhasen. Das sollte reichen, um euch in besinnliche Osterstimmung zu bringen!

U-Comix 193 ist ab sofort in Bahnhofskiosk und Comicladen erhältlich.

Captain Berlin #5

Jörg Buttgereits CAPTAIN BERLIN ist zurück! Diesmal bekommt er es mit vermeintlichen Außerirdischen, allerhand Film-Volk, einem Haufen ausgebüchster Tiere aus dem Berliner Zoo, dem nordkoreanischen Diktator und Filmfan Kim Jong-il und einem garstigen Riesen-Gorilla zu tun. Muss man mehr zum Inhalt erwähnen?

Nein, die genannten Schlagworte sollten völlig ausreichen, um einem den Mund auf die neue CAPTAIN BERLIN Story aus der Feder von Jörg Buttgereit und Levin Kurio wässrig zu machen. Betonen wollen wir hingegen die Wahl des Zeichners: Das neue Heft hat nämlich kein geringerer als unser geschätzter Gringo-Kollege Geier gezeichnet. Dessen Stil passt ganz hervorragend zum pulpigen Charme des Captains und zudem gibt es nichts, was der Geier nicht perfekt zeichnen könnte. Herrlich, seine Darstellung von Kim Jong-il als stets irre grinsendem Super-Fan, oder des Regisseurs Rainer W. Herzog dessen Aussehen Rainer Werner Fassbinder nachempfunden ist (und dessen Name natürlich eine Mischung aus Rainer Werner Fassbinder und Werner Herzog ist). Ganz zu schweigen von Geiers Interpretation des Captains selber, den er in jeder Situation voll im Griff hat: Raufereien mit Tieren, eine Klopperei mit einer Bande koreanischer Tae Kwon Do-Kämpferinnen, und schließlich die Schlacht mit Kim Kong, dem Riesen-Gorilla, alles setzt Geier beeindruckend und stets augenzwinkernd in Szene. Wir sind natürlich parteiisch und es gab schon einige hochkarätige Zeichner bei CAPTAIN BERLIN, aber mit Butti – Kurio – Geier scheint das Dream Team gefunden.

CAPTAIN BERLIN #5 ist ab sofort in Comicladen und Bahnhofskiosk erhältlich.

Geier spielt mit Lego

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Lego. Star Wars. Magazin. Und warum auch nicht? „Das erste Lego Star Wars Magazin aller Zeiten!“ tönt es folglich vom Cover des ersten Lego Star Wars Magazins aller Zeiten. Etwas mit Lego und Star Wars zu zeichnen ist der Traum eines jeden kleinen Jungen, und dieser Traum ging für unseren Gringo-Veteranen Geier in Erfüllung. Nachdem Geier (aka Jürgen Speh) bereits für Lego-Chima Bilder gepixelt hatte, lag es nahe, ihm auch diesen Job anzuvertrauen. Es ist schon ein kleines Kunststück, winzigen, eckigen, statischen Plastikfiguren Charakter und Dynamik einzuhauchen… Was dem Geier natürlich vorbildlich gelingt. Das Lego Star Wars Magazin mit Illus vom Geier ist ab sofort für schlappe 3,50 Euro am Kiosk erhältlich!

Game of Geier

Der Geier hat zu viel Zeit, könnte man meinen. Hat er aber nicht. Sein Auftragsbuch ist immer voll. Umso erstaunlicher ist, was er nebenbei just for fun macht. Zum Beispiel das hier: Eine Illustration aller Figuren, die in der Fernsehserie Game of Thrones vorgekommen sind. Stand: Staffel 1 bis 4. Denn jedes Mal, wenn eine neue Figur auftaucht, zeichnet Geier diese noch dazu. Dadurch ist ein ewig langes Bild entstanden, dass sogar die Möglichkeiten von Facebook sprengt: Auf Facebook hat Geier die Illu daher als Filmclip eingestellt. Das Gringo-Logbuch ist natürlich besser als Facebook, und hier können wir Geiers GoT-Bild in voller Größe einstellen. Einfach die Miniatur anklicken und das anschließende Bild mit der Lupe vergrößern, dann gibt’s die volle Packung und ihr könnt scrollen, bis der Zeigefinger schmerzt. Viel Spaß!

Doktor Wer?!

Auf Geiers Facebook-Webcomic DOKTOR WER hatten wir bereits im Mai im Gringo Logbuch hingewiesen und seither bei den Abenteuern der Doctor Who Parodie mitgefiebert. Nachdem es im Spätsommer eine längere Pause gab (bedingt durch das volle Auftragsbuch des Zeichners) hat Geier seit Ende November wieder richtig Gas gegeben und bereits zehn neue Seiten online gestellt. Unsere Helden schaffen es schließlich, den Innereien des Weltraumwals zu entkommen, doch die nächste Mission steht schon an: Des Doktors Begleiterin, die nervige alte Schabracke, will nach Castrop-Rauxel zum Bingo. Dass das kein gewöhnlicher Bingo-Abend wird, versteht sich von selbst… Und dann kommen auch noch die Cyberclowns! Inzwischen hat Geier ganze 38 Seiten gezeichnet in s/w und perfektem Funny-Stil (und Sonntags sogar in Farbe). Damit nähert er sich der Albenlänge! Und dass so eben nebenbei…

Hier geht’s zu Doktor Wer!

Der Ozean am Ende der Straße

Es gibt Jobs, die sind selbst für einen alten Hasen und Vollprofi nicht ganz alltäglich. Gringo-Veteran Geier hat mal wieder ein Buch illustriert, so weit, so üblich. Diesmal jedoch ist der Autor einer, der auch dem gestandensten Illustrator Respekt einflößt: Neil Gaiman. Jedem Comicfreund ist der Brite nicht nur als Romanautor, sondern auch und vor allem als Autor von einflußreichen US-Comics wie Sandman bekannt. Geier ließ sich davon nicht einschüchtern und lieferte für Gaimans neuen, kürzlich bei Eichborn veröffentlichten Roman DER OZEAN AM ENDE DER STRASSE eine Handvoll ganzseitige und wie immer perfekte Illustrationen. Der Stil ist klassisch gehalten und verleugnet nicht die Comic-Affinität von Autor und Illustrator. Zudem werden ein paar flächige Graustufen eingesetzt, die Tiefe und eine zusätzliche grafische Qualität erzeugen. Das Buch handelt von einer Kindheit, in die das Übernatürliche und Fantastische einbricht. Geiers Illustrationen spielen sich nie in den Vordergrund, sondern halten sich angenehm zurück und unterstützen den Lesefluss: da treffen zwei Meister ihres Fachs aufeinander. Neil Gaiman gefallen dem Vernehmen nach Geiers Illustrationen im Buch gut und erinnern ihn an Buchillustrationen aus den 60ern. Zeitlos!

Heavy Geier Metal

Es ist kaum zu glauben, aber LENA WOMBAT lebt und ist nicht tot zu kriegen! Nachdem Geiers fiese Furie ihre Karriere im legendären Comicmagazin Menschenblut begann und ein Gastspiel im kurzlebigen Tank Girl Magazin bei Feest hatte, brachte Gringo Comics (der Verlag hieß damals noch Amigo Comics) 1996 eine gesammelte Buchausgabe. Nun erscheint, ganze 18 Jahre später, eine neue Inkarnation von LENA WOMBAT! Und zwar in der aktuellen Ausgabe 269 des amerikanischen Comic-Magazins Heavy Metal! In Farbe! Auf englisch! LENA WOMBATs Zeichner wird in Heavy Metal nicht Geier genannt (oder, das hätte ich ja besonders lustig gefunden, Vulture), sondern Jürgen Speh. (Falls es jemand nicht wissen sollte: Das ist Geiers bürgerlicher Name. Oder war es umgekehrt?) Veröffentlicht wird bei den Amis die Geschichte „Lena bastelt“ als „Lena Gets a Hobby“.

Es macht großen Spaß, LENA WOMBAT in dieser Form wiederzuentdecken, wie der Besuch bei einer alten Bekannten. Lena ist in Würde gereift und sieht immer noch super aus! Besonders lustig ist es, die amerikanische Sprachfassung mit der originalen deutschen zu vergleichen. Die Lieblings-Fernsehserien von Lenas muskelbepacktem und ständig unter ihr leidenden Freund sind eigentlich „Lindenstraße, Marienhof, Westerdeich, Verbotene Liebe“ und werden nun zu „Rich & Famous, Dallas, CSY: NY, Emergency Room“. „Furzgesicht“ wird hingegen sehr werkgetreu mit „Fartface“ übersetzt. Das Soundword „RUNTERREISS“ bleibt lustigerweise auch in der amerikanischen Fassung bestehen als „RUNTERREISS“! Vielleicht, weil es so schön exotisch klingt… Alles in allem eine tolle englische Übersetzung, für die übrigens unser Tausendsassa Bernd Frenz verantwortlich zeichnet, der auch den ganzen US-Gig vermittelt hat. Nicht zum ersten Mal, dass er seine guten Kontakte zu Heavy Metal spielen lässt…

Wer gerade nicht in USA verweilt, kann Heavy Metal 269 im internationalen Bahnhofsbuchhandel oder auch bei einigen Comic-Händlern im Internet erwerben. Und übrigens: Die LENA WOMBAT Gringo-Ausgabe ist nach wie vor ganz regulär im Comic-Laden erhältlich!