U-Comix 194

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Rechtzeitig zum Comic-Salon Erlangen ist eine neue U-Comix Ausgabe erschienen, die inzwischen auch im Handel erhältlich ist. Die Ausgabe 194 ist wieder ein besonders pralles und vielfältiges Heft geworden. Enthalten sind diesmal z.B. gleich drei Folgen von Michael Vogts und Olaf Brills nachdenklicher und immer herrlich anzusehender Roboter-Serie EIN SELTSAMER TAG. Elbe Billy hat seinen Stil leicht modifiziert und um viele Schraffuren bereichert für seine bittere Science Fiction Story DIE HEIMKEHR. Fufu Frauenwahl liefert parasitär-düsteres in der RAY MURPHY Episode WAS UNS KRANK MACHT. Kernstück und Highlight der Ausgabe ist Steffs Comic ENTENHAUSEN UNDERGROUND, in der er in schönster Hunter S. Thompson-Manier von seiner Reise zum Donaldisten-Kongress berichtet. Absurder, völlig aus dem Ruder gelaufener Gonzo-Journalismus in Comic-Form, und zum Brüllen komisch.

U-Comix 194 beginnt wie immer mit Bert Hennings 50-JÄHRIGEM PUNK, der es hier mit Vollsuff, Plastiktüten und Touris zu tun kriegt. Diesmal allerdings endet das Heft auch mit dem 50JP: Auf der letzten Innenseite hetzt Gringo-Recke Bela Sobottke dem 50-JÄHRIGEN PUNK seinen ROCCO auf den Hals. Die Story TIME WARP TALES ist das irrsinnigste Crossover der Saison!

U-COMIX 194 ist ab sofort am Bahnhoskiosk und im Comicladen erhältlich!

U-Comix 193

Auch im Jahr 2016 geht es weiter mit U-Comix! Die neue Ausgabe ist gerade erschienen und bietet wieder ein buntes (respektive schwarz-weißes) Lesevergnügen. Mit dabei sind unter anderen: Fufu Frauenwahl  mit ein paar schönen, verwirrenden Seiten, Elbe-Billy mit einer bitteren, österlichen Menschenjagd-Geschichte, Ivo Kircheis mit jeder menge Kotze, außerdem natürlich die Berliner Michael Vogt mit einem neuen seltsamen Tag und Bert Henning mit seinem 50-jährigen Punk. (In unterstützenden Comicläden gibt’s übrigens auch einen schnieken neuen Aufkleber zum Heft – mit keinem geringeren darauf als eben jenem 50JP nebst schlüpfrigem Spruch!)

Der dritte Berliner ist gleichzeitig ein Gringo-Recke: Bela Sobottke liefert eine neue ROCCO-Episode, in der unser reimender Revolvermann im verqualmten Saloon um die Ecke auf den Mann trifft, der schneller zieht, als sein Schatten. PLAYING THE DIRTY DOZENS ist Belas Gratulation an Lucky Luke, der dieses Jahr ganze siebzig Jahre alt wird!

Mit Geier ist ein weiterer Gringo im Heft vertreten: Er liefert das plakative Häschen-Cover und ein beeindruckendes Poster mit einem irren Horrorhasen. Das sollte reichen, um euch in besinnliche Osterstimmung zu bringen!

U-Comix 193 ist ab sofort in Bahnhofskiosk und Comicladen erhältlich.

U-Comix 192

Die Gringo-Beteiligung ist zwar etwas geschrumpft, aber nichts desto trotz bleibt auch die neueste Ausgabe von U-Comix ein großes Leseerlebnis. Unter anderem erleben wir eine Fortsetzung von Fufu Frauenwahls Flucht durch die Zeit, eine neue, zynische Story des russischen U-Comix-Zeichners Konstantin Komardin mit dem passenden Titel Töten ist easy und Elbe Billys finstere Kurzgeschichte Ausweglos.

Unerschütterlich steht zudem die Berliner Phalanx: Bert Hennings 50-jähriger Punk ist eine feste Institution auf der ersten Umschlaginnenseite und kann diesmal beim Pinkeln, beim Sexshop-Besuch und beim Polizeirufen beobachtet werden. Michael Vogt legt gemeinsam mit seinem Texter Olaf Brill zwei neue Episoden von Ein seltsamer Tag vor, die wieder einmal atemberaubend aussehen. Der dritte Berliner ist unser Gringo Bela Sobottke, der diesmal der Frage nachgeht, WIE ROCCO SEIN RECHTES AUGE VERLOR. Die Zeugenberichte der verschiedenen Figuren werden dabei in Sepia-Färbung und unterschiedlichen Zeichenstilen bebildert – von indianischer Wandmalerei über angesagten Schlaucharm-Stil bis zu charmanter Strichmännchen-Optik (hier stellt sich der Bigfoot als Hartmuts Bruder im Geiste heraus).

U-Comix 192 ist ab sofort in Comicladen und Bahnhofskiosk erhältlich!

U-Comix 191

Es gibt wieder neues aus der U-Comix Schmiede zu berichten! Ausgabe 191 ist soeben bei den Kollegen von Undergroundcomix.de erschienen und ist wieder prall gefüllt mit haufenweise Comix. Bert Hennings 50-jähriger Punk hat überraschenderweise eine Tochter, übt Bass und nimmt Kontakt mit Aliens auf. Ein seltsamer Tag von Michael Vogt und Texter Olaf Brill ist diesmal besonders philosophisch, inklusive tentakelbewehrtem Weltenfresser und kapitalistischer Kröte. Überhaupt, philosophisch ist so einiges im neuen U-Comix: Fufu Frauenwahl entspinnt eine existenzialistische Vision in Der Fall Theta, Steff Murschetz geht der fließenden Lebensenergie in seiner Geschichte Stoner auf den Grund, und Simon Hanselmann zeigt in Megg, Mogg und Eule, dass man auch mit einem Witz über Kacke bedeutungsschwangere acht Seiten füllen kann.

Außerdem sind wieder zwei Gringo-Recken mit an Bord: Stephan Hagenow zeigt in HAMMER eine dramatische Geschichte aus deutschen Wendezeiten, deren Titel Programm ist. Der Vierseiter wurde geinkt von Carsten Dörr, und vor allem das Anfangsbild mit an The Spirit erinnerndem Titelschriftzug ist eine Augenweide.

Der zweite Gringo im Heft, Bela Sobottke, ist dann mit der neuen ROCCO-Episode (siehe Bild oben) auf seine ureigene Weise auch irgendwie handfest-philosophisch und zeichnet den harschen Gegensatz zwischen Legende und Wirklichkeit auf. DAS GLORIOSE LEBEN DES REVOLVERHELDEN ist eine Doppelseite, die es in sich hat.

U-Comix 191 ist ab sofort in Bahnhofskiosk und Comicladen erhältlich!

U-Comix 190

Es hat ein kleines bisschen länger gedauert, aber jetzt ist sie da: die neue U-Comix Ausgabe Nr.190! Das Cover ziert zum ersten Mal kein Motiv von Herausgeber Steff Murschetz, sondern das schicke Titelbild zu Bankok Monkeys von Benjamin Marquardt. Im Innenteil ist dann auch das unaufgeregte und ein wenig sentimental stimmende Finale des tollen Comics um die Thailändischen Affen zu bestaunen. Außerdem sind u.a. wieder mit dabei: Der 50-jährige Punk von Bert Henning, der sich diesmal mit einer übergroßen Monsterfliege, einem Smartphone-Yuppie und seiner eigenen Mutter herumkloppen muss. Und Episoden 11 und 12 von Ein seltsamer Tag von Michael Vogt und seinem Texter Olaf Brill, in denen es die nachdenklichen Roboter mit surrealem Möbelrücken und der Spezies Mensch zu tun bekommen.

Weitere Highlights kommen von zwei Gringo-Zeichnern: Stephan Hagenow schickt neben seiner schlüpfrigen Vampirin SAMURELLA, der diesmal die Show von einer bemitleidenswerten Ziege gestohlen wird, den knackigen Kurzcomic TOP SHOT ins Rennen. In dieser von Carsten Dörr auf Grundlage von Stephans Vorzeichnungen aufwendig gemalten Story wird aus unserer Kanzlerin dank eines üblen Virus eine blutrünstige Bestie…

Außerdem treibt ROCCO, DER REIMENDE REVOLVERMANN von Bela Sobottke, dem zweiten Gringo im Heft, wieder sein Unwesen (siehe Bild oben): In der Episode PONY muss er sich mit bloßen Fäusten (und unverminderter, gedärmplatzender Effizienz) gegen eine Horde konföderierter Zombies erwehren und sich trotzdem seinen Humor bewahren.

U-Comix 190 ist ab sofort im Comicladen und am Bahnhofskiosk erhältlich.

GCT15

Obwohl wir uns das letzte Mal 2011 am Gratis Comic Tag beteiligt haben (damals steuerten wir das gloriose Heft TALES FROM THE VAULT OF THE GRINGO bei), gibt es doch jedes Jahr wieder den einen oder anderen Gratis-Comic, den wir gerne empfehlen. In den letzten Jahren waren das die U-Comix Hefte, weil daran jeweils auch ein (wechselnder) Gringo-Zeichner beteiligt war. Dieses Jahr ist zwar kein Gringo enthalten, aber das U-Comix Gratis-Heft MEHR LICHT möchten wir euch trotzdem ans Herz legen. Mit dabei sind jede Menge unterschiedlicher Comics zum Thema Licht, darunter einige alte Bekannte: Bert Hennings 50-jähriger Punk beispielsweise bekommt Besuch von Berts Band Kunstkraut (gibt’s auch in echt!) sowie Goethes Geist, während Michael Vogt mit seinem Texter Olaf Brill eine zum Thema passende und wunderschön anzusehende Episode von Ein seltsamer Tag beisteuert.

Das zweite Heft, auf das wir eure geschätzte Aufmerksamkeit lenken möchten, ist die Gratis-Version von Stephan Hagenows KOMMISSAR FRÖHLICH: ABGRÜNDE aus dem Epsilon Verlag. Inhaltlich deckungsgleich mit dem gleichnamigen Album ist ABGRÜNDE die perfekte Gelegenheit für alle, die KOMMISSAR FRÖHLICH noch nicht kennen, mal ins Fröhlich-Universum reinzuschnuppern. Wenn euch gefällt, was ihr da seht, könnt ihr noch diverse weitere Fröhlich-Comics kaufen, sowohl von Epsilon als auch von Gringo Comics. Denn so schön verschenkte Comics auch sind, mögen wir verkaufte Comics doch noch lieber.

Der Gratis Comic Tag startet am kommenden Samstag, den 09. Mai!

U-Comix 189

Das neue U-Comix ist wieder einmal prall gefüllt mit haufenweise ein- bis vierseitigen Storys diverser deutschsprachiger Zeichner. Keine Ausgabe ohne Bert Hennings legendären 50-jährigen Punk, der diesmal aus der JVA Tegel nach Hause kommt und sich mit einer Invasion der Schweizer arrangieren muss. Herausgeber Steff Murschetz steuert u.a. einen Nachruf auf seinen Freund Kid Kalü bei: Ein Ruhrpott-Western, anrührend und lustig zugleich. Ralph Niese schickt seinen poppig-bunten und retro-charmanten Kleinen Zeitreisenden vorbei, der bisher in selbstverlegten Heftchen seine Abenteuer erlebte. Megg, Mogg und Eule des Tasmaniers Simon Hanselmann feiern hier ihre Deutschland-Premiere, bevor dann kurz darauf das Album Hexe Total bei Avant erscheint – richtig gelesen, hier gibt es eine Kooperation zwischen GraNo-Verlag und Underground-Herausgeber, so lässig ist die deutsche Comicszene. Außerdem gibt es neue Episoden von Elbe-Billys unheimlichem Kakerlak, Ben Marquardts Bangkok Monkeys, Michael Vogts Ein seltsamer Tag und vieles mehr.

Der Höhepunkt aus Gringo-Sicht sind natürlich die beiden Beiträge der Gringo-Recken Stephan Hagenow und Bela Sobottke. Vorerst ein halber Gringo-Comic: Flauteboy hat eine Story von Stephan Hagenow und Steff Murschetz sehr frei interpretiert, in der auch KOMMISSAR FRÖHLICH und TUMBA wieder vorkommen – ebenso frei interpretiert. Nachdem Tumba im letzten Heft „Tomba“ hieß, wird er diesmal „Tumpa“ genannt. Auf diesen Running Gag möchte man inzwischen fast nicht mehr verzichten… Die Hauptfigur in der Geschichte mit dem Titel ALTERSKRIMINALITÄT ist übrigens ein rüstiger Rentnergangster namens Jürgen Speh – den Namen kennen wir doch irgendwoher… Dann gibt es aber auch noch einen Original-Hagenow im Heft: Die frivole Vampirin SAMURELLA ist zurück und führt im Einseiter OPI, DER EXHIBITIONIST allerhand schlüpfrige Gespräche mit Orgien-Opi und ihrem prüden Papi.

Auch Bela Sobottke und sein reimender Revolvermann ROCCO sind natürlich wieder dabei im neuen U-Comix (siehe Illu oben). In WILDWEST TOURISMUS 1899 geraten Rocco und Bruno in eine exorbitante Saloon-Schlägerei, die die Neugier von einigen betuchten Wildwest-Touristen und ihrem Schlawiner von Fremdenführer erweckt… Ein staubiges Wildwest-Kaff, arglose Touristen, Tentakel, Reime, Gewalt und Gags – und das alles auf nur einer Seite!

U-Comix 189 ist ab sofort im Comicladen und am Bahnhofskiosk erhältlich!

U-Comix 188

Gerade ist wieder ein neues U-Comix Heft erschienen, und nachdem wir in der letzten Ausgabe nur mit unserer ROCCO-Anzeige vertreten waren, gibt es bei Heft 188 wieder verstärkte Gringo-Beteiligung.

U-Comix 188 ist besonders fett geworden mit ganzen 16 Seiten mehr Inhalt. Zu den Highlights gehören Bert Hennings regelmäßig vertretener 50-jähriger Punk, drei neue und wunderschöne Episoden von Michael Vogts Serie Ein seltsamer Tag, die lustige Geschichte Gestrandet in Erlangen von Ralf Marczinczik, in der zwei knuffige Drogendealer den Comic-Salon Erlangen als neuen Arbeitsplatz auserkoren haben („Comiczeichner dröhnen sich doch alle gerne bei der Arbeit zu“) sowie ein paar Popo Club Comics von Attik Kargar und U-Comix-Herausgeber Steff Murschetz, die einem irgendwie bekannt vorkommen (Stichwort Fernsehen). Endlich ist auch Ralph Niese (bekannt aus alten EEE-Tagen und aktuell durch seine Mitarbeit beim Berliner Spielzeugavantgardisten Goodleg Toys) aus dem Knick gekommen und steuert den sperrigen Zweiseiter Eine Rede an die Nation bei. Stargast ist diesmal Howard Cruse (Stuck Rubber Baby), von dem ein Interview und einige Comics (teilweise sogar in weltexklusiver Erstveröffentlichung) enthalten sind.

Gringo Stephan Hagenow tritt im neuen Heft in ungewohnter Form in Erscheinung, nämlich ausschließlich als Autor. Der Zeichner Flauteboy illustriert Stephans Geschichte STRESS, bei der es sich um einen zynischen Zweiseiter um Leben und Leiden eines bemitleidenswerten Niemands handelt. Am Ende haben noch Kommissar Fröhlich und Tumba einen kurzen Auftritt. Fröhlich und Tumba sehen zwar nicht wirklich aus wie Fröhlich und Tumba (und Tumba wird zudem Tomba genannt), aber das ist genau der Reiz dieser Fremdinterpretation unseres Ermittlerduos aus dem hohen Norden.

Und Gringo Bela Sobottke feiert nach einer kleinen Pause von gerade mal einem Heft seine Rückkehr zu U-Comix mit einer nagelneuen Story um Rocco, den reimenden Revolvermann, und seinen Kumpel Bruno, den Schneckenmutanten. ROCCO IST MÜDE ist nur eine Seite lang und in schwarz-weiß, dafür gibt es Graustufen, die besonders gut zu den grauen Uniformen der konföderierten Zombies passen (s.o.). Zudem ist eine außerordentlich hohe Reimdichte zu bemerken und ein derart heftiger und detaillierter Splatter-Pegel, dass man einige Panels ebenso gut in einem Anatomie-Buch abdrucken könnte.

U-Comix 188 ist ab sofort im Comicladen und am Bahnhofskiosk erhältlich!

U-GCT 2

Damit beim Lesen des Titels keine Verwirrung aufkommt: Der Gratis Comic Tag findet am 10. Mai bereits zum fünften Mal statt, aber es gibt das zweiten Mal eine Gratis U-COMIX Ausgabe. Und die enthält, im Gegensatz zu den meisten anderen Comics vom GCT, exklusiv hergestelltes Material, das nirgendwo anders erhältlich ist. Das Heft steht unter dem Motto 30 JAHRE NACH 1984 und die Beiträge beschäftigen sich dementsprechend mit dem Überwachungsstaat: Bert Henning lässt seinen 50-jährigen Punk an moderner (Überwachungs-) Technik verzweifeln, Rene Lehner führt uns eine Spirale der Überwachung vor Augen, die folgerichtig (Achtung: Spoiler) bei Gott endet, Elbe Billy lässt einen Hartzer durchdrehen, und Herausgeber Steff Murschetz destilliert die Totale Kontrolle zuletzt zu einer einseitigen, bitterbösen Pointe.

Höhepunkt aus Gringo-Sicht ist der Dreiseiter # BOMBE BERLIN, der von Steff Murschetz geschrieben und von Gringo-Veteran Geier gezeichnet wurde, und in dem es um die sehr reale Frage geht, wie zuverlässig unter Folter erwirkte Geständnisse eigentlich sind. Bedrückend erzählt und toll gezeichnet glänzt die Kurzgeschichte zudem durch herausragendes Seitenlayout. So deprimierend diese Story auch ist, am Ende gibt es doch noch was zu lachen… Zynisch wie das wahre Leben.

Wenn ihr nur ein einziges Heft morgen beim Gratis Comic Tag mitnehmt, sollte es U-COMIX: 30 JAHRE NACH 1984 sein!

U-Comix 186

U-COMIX 186 macht das erste Jahr des neuen U-COMIX voll! Die neue Ausgabe ist wieder prall gefüllt mit allerlei wilden Comics und natürlich ist auch Gringo-Zeichner Bela mit dabei. Die neue Ausgabe ist recht affig geworden: Im Inneren gibt es gleich drei Comics, in denen Affen eine Rolle spielen, und passender Weise ziert auch ein Gorilla das schöne Cover von Herausgeber Steff Murschetz! Eines der Affencomics zeigt z.B. den Arbeitstag eines Schimpansen, der sich als Kurier für einen Gangster-Boss verdingt. Bangkok Monkeys ist toll gezeichnet von Benjamin Marquardt, der einem noch von seinem deftigen Heft White Trash Girls (erschien 2006 bei Schwarzer Turm) in lebhafter Erinnerung ist.

Ansonsten ist zu bemerken, dass die Berliner kräftig anziehen in U-COMIX! Nachdem im letzten Heft Klaus Kornfield zu den beiden seit Anfang an vertretenen Berliner Zeichnern Bert Henning und Bela Sobottke dazu kam, gesellen sich in der neuen Ausgabe noch ein paar weitere Berliner dazu: Michael Vogt, der 2004 mit seinen Inkplosion-Kumpels den tollen Comic Versus gemacht hat, steuert zwei Episoden seiner SF-Serie Ein seltsamer Tag bei, nach Szenarios von Olaf Brill. Außerdem ist diesmal der bekannteste Berliner Zeichner schlechthin mit am Start: Fil! Ganze drei Didi & Stulle Einseiter sind enthalten! Zwar startet die schön abgedrehte Storyline Kometen Didi zeitgleich auch im Berliner Stadtmagazin Zitty, aber die Leserüberschneidungen dürften nicht sooo groß sein (und außerdem kann man es Fil nicht verdenken, ein zweites Zuhause für seine Schweine-Kuttis zu suchen, wo die Zukunft der Zitty nach dem Verkauf an Raufeld Medien etwas im nebulösen liegt). Gemeinsam mit Bert Henning und seinem 50-jährigen Punk, der diesmal das Oi-Pad erfindet, seiner Mutter einen Mühlstein um den Hals hängen will, und sich beherzt in die Armbeuge niest, sowie Bela Sobottke wächst die Riege der Berliner in U-COMIX bemerkenswert an.

Unser Gringo-Zeichner Bela vereint in der Geschichte KALTE KEIFENDE KOTZBROCKEN den S.T.R.ANGER und den Grinsenden Schakal mit Schneckenmutant Bruno und dem schwarzen Outlaw. Die Verstärkung ist auch dringend nötig, denn es geht gegen miese Kuttenträger vom Ku Klux Klan. Das Personal ist damit fast komplett, und von hier aus geht es dann nahtlos weiter in Belas neuem Band KEINER KILLT SO SCHÖN WIE ROCCO, der im Juni bei Gringo Comics erscheint!

Wir gratulieren zum ersten Jahr! U-COMIX 186 ist ab sofort im Comicladen und im Bahnhofskiosk erhältlich!

U-Comix 185

Und weiter geht es in der Reihe von neuen U-COMIX! Die Nummer 185 hat ein gar weihnachtliches Cover und ist daher prädestiniert, um sie unter den Baum zu legen. Auffällig ist, dass es diesmal ganze zwei Interviews gibt: Herbert Feuerstein, langjähriger Herausgeber des deutschen MAD Magazins und die Undergroundlegende Tom Bunk, der u.a. lange für’s amerikanische MAD gezeichnet hat, beantworten hochinteressante Fragen von Herausgeber Steff Murschetz. Von Bunk gibt es darüberhinaus über das ganze Heft verstreut herrlich eklige Comics und PinUps zu genießen. Der Berliner Zeichner Tomppa ist erstmals vertreten und schickt eine futuristische Heldin in den First Run zum Kaffeeholen und Matthias Lehmann hetzt mit schwungvollem Pinselstrich Mensch und Insekt aufeinander. Thorsten Wieser schickt Zombies in die Chillout-Zone und in den Kaufpark und klärt dabei die Frage, warum in der Hölle kein Platz mehr ist. Endlich auch mit dabei: Klaus Cornfield (Kranke Comics), der den Alltag von Schweinen Irgendwo in Doitschland schildert, die bunte Trainingsanzüge anhaben und was gegen Raben haben. Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Alte Bekannte sind auch wieder mit am Start: Bert Hennings 50-jähriger Punk schlägt sich mit Amors Tasse und Inneren Werten herum und Elbe-Billys Unheimlicher Kakerlak präsentiert Das Weihnachtswunder, wo konsequent die Sympathie bei den Ausgestoßenen der Gesellschaft liegt.

Außerdem findet sich im Heft wieder ein neuer Vierseiter von Gringo-Zeichner und U-Comix-Dauergast Bela Sobottke! In TÖDLICHE RAVIOLI  gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Der letzte Berliner Wilhelm „Willy“ Pachulke und Schneckenmutant Bruno, bekannt aus KÖNIG KOBRA, müssen mit einem mutierten Kampfhund um eine Dose Ravioli konkurrieren. Ein absurdes Endzeitdrama, serviert in kontrastreicher Grafik und gewürzt mit pointierten Spotfarben.

U-COMIX 185 ist seit dem 11.12.13 im Bahnhofsbuchhandel und im Comicladen erhältlich!