Bela huldigt dem Black Panther

Unser Gringo-Genosse Bela Sobottke (KEINER KILLT SO SCHÖN WIE ROCCO) hat in der Berliner Zeitung Der Tagesspiegel wieder seiner Begeisterung für unser Medium Comic kundgetan. Diesmal war er für den Tagesspiegel bei der Pressevorführung vom BLACK PANTHER-Kinofilm und hat diesen mit seinem Lieblings-Panther-Comic, dem MARVEL KNIGHTS BLACK PANTHER verglichen, der gerade bei den Kollegen von Panini neu aufgelegt wurde. Er erwähnt die Frühzeit des Panthers (Kirby, Lee, Jungle Action) und geht dann ausführlich auf Texter Christopher Priest und Zeichner Mark Texeira ein, deren Panther-Comic eine der Haupt-Inspirationsquellen für den Film war. Natürlich ließ er es sich wieder nicht nehmen, seinen Text mit einer Zeichnung abzurunden. Am Montag, den 12. Februar war sein Artikel im gedruckten Tagesspiegel, und ab sofort ist auch eine erweiterte Fassung des Texts online zu finden. Der Kinofilm läuft heute an, und gemeinsam mit dem MARVEL KNIGHTS BLACK PANTHER und Belas Artikel ist das die ultimative Panther-Packung dieser Tage!

Belas Black Panther im Tagesspiegel

Zackiger Hagenow

Michael Hüster, der unseren Stephan Hagenow bereits zwei mal für die Website des Vertriebs PPM zu KOMMISSAR FRÖHLICH befragt hat, hat das alles jetzt für die aktuelle Ausgabe vom Comicmagazin ZACK zu einem umfangreichen Interview aufbereitet. Auf drei ausführlichen Seiten erzählt Stephan von kindlicher Krimi-Prägung, von der Veröffentlichungsgeschichte seiner KOMMISSAR FRÖHLICH-Serie, von den Veränderungen, die er mit dem Neustart bei Gringo Comics vorgenommen hat, vom Figurenpersonal und von seinen Vorbildern.

Das schönste Zitat: „Die meistens Jungs haben sich damals für Sport interessiert. Bei mir war es immer Mord.“ Das zweitschönste Zitat: „Als Grundgerüst für meine Erzählungen habe ich endlich den passenden energieschonenden Stil gefunden. Mein Jahresoutput beträgt jetzt knapp 500 Seiten. (…) Eine sporadische Erscheinungsweise war mir seit jeher verhasst.“

ZACK #224 (Februar 2018) mit dem großen Hagenow-Interview ist ab sofort am Kiosk und im Comicladen erhältlich!

Tödliches Geheimnis

Es ist kein Geheimnis, schon gar kein tödliches: Stephan Hagenow hat einen gigantischen Output an Comicseiten. Kein Wunder, dass ihn unsere drei KOMMISSAR FRÖHLICH-Bände im letzten Jahr nicht ausgelastet haben. Und so hat er noch einen vierten Krimi-Comic gezeichnet. Diesmal aber nicht mit unserem knorrigen Kommissar Fröhlich, sondern mit Kommissar Antonio „Toni“ Markis. Und es handelt sich auch nicht um einen „gewöhnlichen“ Comic…

Während die Pädagogen der Republik noch darüber streiten, ob und wie Comics zur Stoffvermittlung dienlich sein könnten, werden anderswo bereits Nägel mit Köpfen gemacht. TÖDLICHES GEHEIMNIS ist ein Lernkrimi in Comicform, der in drei Geschichten mit begleitendem Vokabular und anschließenden Sprach- und Grammatikübungen Sprachschülern die deutsche Fremdsprache näherbringt. Die meisten Comicfreunde werden den Lerneffekt von Comics kennen: Beispielsweise sprächen viele von uns schlechter Englisch, wenn sie die trockene Schulpaukerei nicht zuhause durch amerikanische Comic-Heftchen aufgepeppt, und die Fremdsprache dadurch mit Leben erfüllt hätten. Genau dieses Prinzip wird hier genutzt. Das Duo aus Kommissar Toni und der Kneipenwirtin Katja erlebt Kriminalfälle um Mord, Falschgeld und Rache und ist zudem bestens geeignet, nicht nur die deutsche Sprache, sondern nebenbei auch einiges über die deutsche Gesellschaft und ihre Standards und Eigenheiten zu vermitteln. Und Stephan wäre nicht Stephan, wenn er die Geschichten von Autorin Andrea Ruhlig nicht spannend und hin und wieder auch deftig zu Papier bringen würde (siehe Ausschnitt unten). Das führt dazu, dass man den Band durchaus auch lesen kann, wenn man nicht die Sprache lernen muss – einfach als „normalen“ Comic, was auch schon Michael Hüster in einem Text für die Website des Comicvertriebs PPM betont hat.

TÖDLICHES GEHEIMNIS und andere Lernkrimis vom Lehrmittelverlag Compact (der übrigens nichts mit der gleichnamigen Zeitschrift zu tun hat) sind bestens geeignet, um spielerisch die deutsche Sprache zu lernen. Gerade in Zeiten, in denen viele Flüchtlinge und neue Mitbürger unsere schwierige Sprache lernen müssen, ist das ein sinnvolles und begrüßenswertes Unterfangen!

Stephan Hagenow, Andrea Ruhlig: Tödliches Geheimnis
Compact Verlag / A5 / SC / 80 Seiten / farbig / 12,99 Euro / ISBN 978-3-8174-1654-7

Neues vom Zebra XXXV

Auf eins kann man sich beim Anbruch eines neuen Jahres verlassen: Ein neuer Zebra Newsletter lässt gewiss nicht lange auf sich warten. Da kann man die Uhr nach stellen. Gerade ist die neue Ausgabe mit der beeindruckenden Nummer 35 erschienen! Auch beeindruckend: Das ist der zehnte Zebra Newsletter, auf den wir hier im Gringo-Logbuch hinweisen. Vor fünf Jahren ging der erste Zebra-Eintrag an dieser Stelle online. (Inzwischen sind uns die Überschriften ausgegangen, weswegen wir sie jetzt einfach durchnummerieren. Aber mit römischen Zahlen, das wirkt hochkulturell und ein wenig mysteriös.)

Los geht der neue Newsletter mit einem Trend, den Zebra-Mitarbeiter Rudolph Perez hier nicht nur aufzeigt, sondern auch vorletztes Jahr persönlich iniziiert hat: Den Trend zu Satz-Titeln. Titel wie „Ich habe Wale gesehen“ oder „Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein“ versuchen es, bekommen es aber natürlich nicht annähernd so gut und ausufernd hin, wie der Trendsetter „Als ich nicht gefunden hab, was ich suchte, habe ich diesen Band gekauft!“

Außerdem gibt es diverse Messeberichte, die ein heiter-pessimistisches Bild der letztjährigen Comic-Veranstaltungen zeichnen, eine Skandal-Dokumentation darüber, warum Rudolph Hausverbot bei der Ausstellung Comics! Mangas! Graphic Novels! in der Bonner Kunsthalle hat, eine Enthüllung über Georg K. Berres‘ heimliches Zweitleben als Dichter, eine Reklamation und eine Rekapitulation. Ich kann mich irren, aber dieser fünfunddreißigste Zebra Newsletter erscheint mir noch ironischer, noch bissiger, und noch lustiger als die 34 vorigen. Wie auch immer, auf den Splashpages könnt ihr euch ausgiebig selbst ein Bild machen:

Zebra Newsletter 35