Heavy Geier Metal

Es ist kaum zu glauben, aber LENA WOMBAT lebt und ist nicht tot zu kriegen! Nachdem Geiers fiese Furie ihre Karriere im legendären Comicmagazin Menschenblut begann und ein Gastspiel im kurzlebigen Tank Girl Magazin bei Feest hatte, brachte Gringo Comics (der Verlag hieß damals noch Amigo Comics) 1996 eine gesammelte Buchausgabe. Nun erscheint, ganze 18 Jahre später, eine neue Inkarnation von LENA WOMBAT! Und zwar in der aktuellen Ausgabe 269 des amerikanischen Comic-Magazins Heavy Metal! In Farbe! Auf englisch! LENA WOMBATs Zeichner wird in Heavy Metal nicht Geier genannt (oder, das hätte ich ja besonders lustig gefunden, Vulture), sondern Jürgen Speh. (Falls es jemand nicht wissen sollte: Das ist Geiers bürgerlicher Name. Oder war es umgekehrt?) Veröffentlicht wird bei den Amis die Geschichte „Lena bastelt“ als „Lena Gets a Hobby“.

Es macht großen Spaß, LENA WOMBAT in dieser Form wiederzuentdecken, wie der Besuch bei einer alten Bekannten. Lena ist in Würde gereift und sieht immer noch super aus! Besonders lustig ist es, die amerikanische Sprachfassung mit der originalen deutschen zu vergleichen. Die Lieblings-Fernsehserien von Lenas muskelbepacktem und ständig unter ihr leidenden Freund sind eigentlich „Lindenstraße, Marienhof, Westerdeich, Verbotene Liebe“ und werden nun zu „Rich & Famous, Dallas, CSY: NY, Emergency Room“. „Furzgesicht“ wird hingegen sehr werkgetreu mit „Fartface“ übersetzt. Das Soundword „RUNTERREISS“ bleibt lustigerweise auch in der amerikanischen Fassung bestehen als „RUNTERREISS“! Vielleicht, weil es so schön exotisch klingt… Alles in allem eine tolle englische Übersetzung, für die übrigens unser Tausendsassa Bernd Frenz verantwortlich zeichnet, der auch den ganzen US-Gig vermittelt hat. Nicht zum ersten Mal, dass er seine guten Kontakte zu Heavy Metal spielen lässt…

Wer gerade nicht in USA verweilt, kann Heavy Metal 269 im internationalen Bahnhofsbuchhandel oder auch bei einigen Comic-Händlern im Internet erwerben. Und übrigens: Die LENA WOMBAT Gringo-Ausgabe ist nach wie vor ganz regulär im Comic-Laden erhältlich!

Sammlerglück mit Frenz

Der unter Gringo-Lesern wohlbekannte Autor Bernd Frenz wird (wieder einmal) im Comicmagazin ZACK vertreten sein. In der Ausgabe 7/2014 (#181) veröffentlicht er gemeinsam mit dem Zeichner Andreas Wehrheim den Comic SAMMLERGLÜCK – SAMMLERLEID. Die beiden, die neben der Liebe zu ihrem Stadtteil Linden (zur Erinnerung: liegt in Hannover) auch die Sammelleidenschaft eint, hatten bereits in der Ausgabe 166 einen gemeinsamen Comic veröffentlicht. Das neue ZACK-Heft wird pünktlich zum Comic Salon Erlangen erscheinen, und passenderweise wird das Duo dann auch am Stand von ZACK signieren. Wer Bernd dort verpasst, hat natürlich immer gute Chancen, ihn am Gringo Stand anzutreffen…

FrenZ-Zombies

Im neuen, extradicken Weissblech-Sonderheft mit dem schönen Titel ZOMBIE TERROR ist nach Horrorschocker 33 bereits die nächste Story aus der Schreibmaschine von Gringo-Autor Bernd Frenz enthalten. VOODOO-DERIVAT, gezeichnet von Carsten Dörr, hat bereits eine lange Veröffentlichungsgeschichte auf dem Buckel, und wird hier zum dritten Mal abgedruckt. Im Gegensatz zu den laufenden Toten wird dieser Horror-Klassiker jedoch nicht von Mal zu mal modriger, sondern ist eher gereift wie ein guter Wein. Zuerst erschienen im legendären Underground-Comicmagazin MENSCHENBLUT Mitte der 90er, brachte Gringo-Verleger Holger Bommer den Elfseiter im Jahr 2000 in Ausgabe 5 der beliebten Gringo-Reihe KURZER PROZESS in verbesserter Qualität erneut heraus. Für die aktuelle Veröffentlichung wird der Comic nun erstmals koloriert präsentiert. Ein Klassiker neu aufbereitet für die nächste Generation von Comiclesern! WEISSBLECH-SONDERHEFT #1: ZOMBIE TERROR ist ab sofort erhältlich!

YPS mit Geier

Hö? Heißt das nicht YPS mit Gimmick? Richtig, aber für die aktuellen Ausgabe 1261 des ehemaligen Comic-Magazins für Kinder und heutigen Nostalgie-Magazins für Kindsköpfe hat Gringo-Veteran Geier zwei Comics beigesteuert: Zum einen vier Episoden seines Gag-Strips SPHENISCI (italienisch für Pinguine), der zuvor schon 180 Folgen lang die Leser der Lokalzeitung Zürcher Oberländer begeisterte. Zum anderen wurde dem Geier der Auftrag erteilt, den sich jedes Kind in den 70ern und 80ern erträumt hat: Yps, Kaspar, Patsch und Willy im offiziellen GIMMICK-COMIC zu zeichnen!

Darüber hinaus ist noch ein informatives Interview enthalten, das unser Gringo-Autor Bernd Frenz mit Drei Fragezeichen Hörspiel-Sprecher Oliver Rohrbeck geführt hat. Damit ist auch dieses Magazin als schwer gringoverseucht zu betrachten. YPS 1261 ist ab sofort erhältlich!

Frenz Offensive

Nachdem er im Frühjahr gemeinsam mit Martin Frei einen Comic im amerikanischen HEAVY METAL Magazin veröffentlicht hatte, setzt unser Gringo-Autor Bernd Frenz (KURZER PROZESS 5) seinen Marsch durch die Comicmagazine fort. Im April wurde in ZACK 166 der Zweiseiter HIGH NOON UM MITTERNACHT von Bernd und Zeichner Andreas Wehrheim veröffentlicht. Die beiden Lindener (für alle Unwissenden: Linden ist dieser weltbekannte Stadtteil in Hannover) verarbeiten da leicht autobiografisch einen traumatischen Django-Kinobesuch…

Weiter geht es mit dem aktuellen HORRORSCHOCKER Heft Nr. 33 aus dem Weissblech Verlag. In DIE LETZTE RUNDE erzählt Bernd mit Unterstützung von Martin Udovicic (Bleistiftzeichnungen) und Carsten Dörr (Tuschezeichnungen und Farbe) von einer Fantasy Rollenspiel Runde, die sich dank eines neuen Spielmeisters die maximale Dosis Spannung und Atmosphäre erhofft – und dann noch ein bisschen mehr bekommt, als ihr lieb ist… Neun Seiten atmosphärischer Grusel und fiese Kreaturen, trotz aller Fantastik verankert in der Realität. HORRORSCHOCKER 33 ist im Comicfach- und im Bahnhofsbuchhandel erhältlich.

Gringo im Comic Report

Im neuen Comic Report 2013, dem Jahresrückblick der Edition Alfons (Reddition, Alfonz) findet sich (neben dem kurzen Verlags-Fragebogen am Ende des Buches) ein großer Artikel zu Gringo Comics. Anlass ist das 20jährige Jubiläum des Verlages, und Autor Bernd Frenz hat unter dem Titel „Der Desperado, der ein Amigo war“ eine umfassende und pointierte Verlagsgeschichte niedergeschrieben. Von den bierseeligen Zeichnerpartys vor 20 Jahren, über die legendären Heftserien der 90er bis zum aktuellen Programm ist alles enthalten im vierseitigen Artikel. Ein besonderes Augenmerk liegt natürlich auf Obergringo Holger Bommer, „die personelle Konstante“, aber auch viele andere „stoppelbärtige Amigos“ werden genannt. Unbedingt lesen!

Internationally known

Wie kürzlich angekündigt, haben Autor Bernd Frenz und Zeichner Martin Frei, Gringo-Veteranen seit der Zeit, als noch KURZER PROZESS üblich war, einen fünfseitigen Comic für die aktuelle Ausgabe des legendären HEAVY METAL Magazins produziert. In STAR BRIDE soll die junge Aztekin Xanticole verheiratet werden (Zwangsheirat war schon bei den ollen Azteken ein Thema), hat aber überhaupt keine Lust auf die Fesseln der Ehe. Zeitgleich havariert ein Ufo im Dschungel, und Xanticole trifft auf den außerirdischen Piloten. Beide haben ganz eigene Pläne für den anderen… Die Story von Bernd Frenz mit ihrem wohldurchdachten Spannungsbogen und präzise gesetzter finaler Pointe hat geradezu EC-Qualitäten, und wurde von Martin Frei mit gewohnt souveränem Strich umgesetzt.

Also schwingt euch in eure Privatjets, düst über’s Wochenende nach New York, und besorgt euch am Kiosk HEAVY METAL #261! (Für alle Nichtjetbesitzer: HEAVY METALL wird über Diamond Distribution auch an europäische Comicläden geliefert.)

Gringo goes USA

Schon mehrfach ist es unserem profilierten Autor und Altgringo Bernd Frenz (KURZER PROZESS #5) gelungen, seine Comicgeschichten im amerikanischen Heavy Metal Magazin unterzubringen. Dieses Mal hat er den Coup zusammen mit Martin Frei gelandet: STARBRIDE wurde von Bernd geschrieben und von Martin gezeichnet! Sogar auf dem Cover der demnächst erhältlichen Ausgabe 261 sind die beiden erwähnt.

Diese Übersee-Connection wird noch für einige Überraschungen sorgen….

Evolution der Revolution

U-COMIX kommt zurück! 2013 wird das legendäre Comicmagazin für Erwachsene in seiner dritten Inkarnation wiederauferstehen! Ausgabe 182 wird für lau beim Gratis Comic Tag am 11. Mai erscheinen, zum reinschnuppern. Ausgabe 183 wird dann ab Juni im Comicladen erhältlich sein!

Kleine Geschichtsstunde: Die erste Ausgabe von U-COMIX erschien 1970 im wegweisenden Volksverlag, nur 3 Jahre, nachdem Underground-Comix in den USA als Antwort auf den Comics Code erstmals verlegt wurden. Bis 1979 erschien das Heft, damals noch Untergrund im Wortsinne, zwei mal im Jahr. Mit dem Erscheinen des Schwestermagazins SCHWERMETALL entschied sich der ebenso visionäre wie chaotische Verleger Raymond Martin („Ich glaube an keine Moral, keine Religion, keine Philosophie. Mein Gott heißt Orgasmus…“), U-COMIX in größerer Auflage regulär an den Kiosk zu bringen. Die neue Ausgabe 1 erschien im September 1980, ebenfalls im Volksverlag. Nachdem der Volksverlag 1984 überschuldet pleite ging, übernahm der neu gegründete Alpha Verlag (hervorgegangen aus der Druckerei, die die Hefte hergestellt hatte) die Publikation von U-COMIX mit fortlaufender Nummerierung. Neuer Chefredakteur und Verlagsleiter wurde einige Ausgaben später Achim Schnurrer. Dieser machte U-COMIX, SCHWERMETALL und den Alpha Comic Verlag / Edition Kunst der Comics zu einer festen Größe in der deutschen Comiclandschaft. „Bis zu jenem Tag, als eine Hundertschaft Polizei unser Verlagshaus in Sonneberg stürmte.“ Der langanhaltende Rechtsstreit mit einem kreuzzüglerischen Staatsanwalt und anderen Kleintierzüchtern führte 1997 zur Einstellung von U-COMIX. „U-COMIX war besonders häufig auch deutschsprachigen Zeichnern ein gutes Forum und hat sich immer wieder getraut, Serien abseits vom Mainstream zu veröffentlichen und gelegentlich auch zum Durchbruch zu verhelfen.“ (aus dem Editorial von Achim Schnurrer in der letzten Ausgabe 180/181). Genau an diese Tradition will nun Steff Murschetz von Undergroundcomix.de anknüpfen. Er tritt in die Fußstapfen von Raymond Martin und Achim Schnurrer als neuer Herausgeber von U-COMIX. Steff Murschetz ist ein alter Haudegen der Comicszene, er war bereits beim berüchtigten MENSCHENBLUT dabei. Und das macht Sinn, nicht umsonst bezeichnete Achim Schnurrer MENSCHENBLUT einst als „die Exilausgabe von SCHWERMETALL“ (in SCHWERMETALL Nr. 211/212). Damals gab es ein paar deftig-geniale Mursch-Cover vom MENSCHENBLUT, mannomann, die zeigte man besser nicht seiner Oma.

Das neue U-COMIX wird neben Legenden des Underground wie Gilbert Shelton vor allem deutsche Zeichner präsentieren und somit die Lücke füllen, die die Einstellung von U-COMIX damals gerissen hat. Und wie nicht anders zu erwarten, wird U-COMIX schwer gringoverseucht sein: Stephan Hagenow, Bernd Frenz, Zano und Bela Sobottke sind mit dabei! Pflichtlektüre! Kaufbefehl!

[Oben im Schaubild zur U-Comix Evolution sind zu sehen: Die Ausgabe 15 der ersten Serie, von Weihnachten 1978, mit einem Cover von Rand Holmes (Zeichnung) und Raymond Martin (Idee & Farbe); die erste Ausgabe mit 8 farbigen Seiten – einer Story von Richard Corben. Die Ausgabe 1 der zweiten Serie vom September 1980 mit einem Cover von Gilbert Shelton. Die Ausgabe 180/181 von 1997 mit einem Cover von Ralf König; das letzte Heft aus dem Alpha Verlag. Und die Gratis-Ausgabe 182 vom Mai 2013, das erste Heft der neuen Zeitrechnung.]

Sorry Leute, für den endlosen Blogeintrag. Aber ihr wisst ja: Knowledge is the key!

Große Geschichten vom kleinen Volk

Gringo-Veteran Geier (Zeichner des besinnlichen Gringo-Klassikers KRIEGSFUNNYS und TUMBA Inker) hat Illustrationen für die Fantasy-Anthologie GROSSE GESCHICHTEN VOM KLEINEN VOLK beigesteuert. Einer der 15 Autoren ist zudem Bernd Frenz (KURZER PROZESS #5), womit das Buch offiziell als schwer gringoverseucht eingestuft werden kann. Wie unschwer zu kombinieren geht es in dem seit einigen Tagen im Buchhandel erhältlichen Band um Halblinge. Im Vorwort des Buches schreibt Herausgeber Ruggero Leò: „Und dazu noch die großartigen Illustrationen eines Genies, das sich selbst „Geier“ nennt.“ Und auch wenn dem Geier der Genie-Titel etwas unangehm ist, hat Leò natürlich Recht damit.